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Klimawandel schreitet ungebremst voran. WZ vom 28.09.2013

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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 29.09.13, 23:28  Betreff: Klimawandel schreitet ungebremst voran. WZ vom 28.09.2013  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Seite 1:

Klimawandel schreitet ungebremst voran

Stockholm /sh:z

Der Klimawandel setzt sich unaufhaltsam fort. Der gestern in Stockholm vorgestellte erste Teil des neuen UN-Klimaberichts
sieht den Menschen als Hauptverursacher der Erwärmung seit Mitte des
20. Jahrhunderts an. Veränderungen am Weltklima bringen zudem
Meeresspiegelanstieg und vermehrte Extremwetterlagen mit sich, so die
Wissenschaftler.


Seite 7:

Der Meeresspiegel steigt und steigt

Mehr Hitzewellen, extreme Niederschläge: Nach Überzeugung von Experten schreitet der Klimawandel ungebremst voran. Trotzdem hat die Menschheit es nach wie vor im Griff, das Schlimmste zu verhindern.



Stockholm/Potsdam

Es wird wärmer und für Küstenbewohner feuchter – jedenfalls an den
Füßen. Der neue Sachstandsbericht des Weltklimarates IPCC hat bestätigt,
dass sowohl die Temperaturen, als auch der Meeresspiegel weiter steigen
werden, sollte die Menschheit nicht drastische Maßnahmen einleiten, um
den CO2-Ausstoß zu verringern. Die
Projektionen des Weltklimarates, die in zusammengefasster Form gestern
in Stockholm vorgestellt wurden, haben sich gegenüber den vorherigen
Berichten kaum geändert: Abhängig von der Menge der
Treibhausgasemissionen wird sich das Weltklima bis zum Ende des 21.
Jahrhunderts wahrscheinlich um über zwei Grad Celsius erwärmen.


Was sich aber verändert hat, ist die Zuverlässigkeit, mit der die
zahlreichen Computermodelle diese Werte errechnen. Der Klimarat gibt zum
ersten Mal an, zu 95 Prozent sicher zu sein, dass die Menschheit die
globale Erwärmung mit ihren Klimagasen verursacht. „Das sind
Wahrscheinlichkeiten, mit denen man gerne mal Lotto spielen würde“, sagt
Professor Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Leitautor des Kapitels über Meeresspiegelveränderungen in dem jüngsten IPCC-Bericht.
Die Computermodelle, die das künftige Klima simulieren, sind nach
Aussage des Klimarates in den vergangenen Jahren sehr viel genauer
geworden und beziehen immer mehr Variablen mit ein.


Hinsichtlich des Meeresspiegelanstiegs sind laut Levermann in diesem
Bericht zum ersten Mal konkrete Projektionen möglich, weil erstmals auch
die Einflüsse durch Eisschilde in Grönland und der Antarktis einbezogen
wurden. „Wenn die Menschheit weiter macht wie bisher, rechnen wir bis
Ende des Jahrhunderts mit einem Anstieg von 53 bis 98 Zentimetern.“
Deichbauern an der Nordseeküste empfiehlt er allerdings, sich an den
möglichen Höchstwerten zu orientieren, die in anderen
Risikoabschätzungen errechnet werden müssen und eine Obergrenze von bis
zu 1,50 Meter Meeresspiegelanstieg ergeben.


Eine klare Antwort hat der Weltklimarat gegenüber Skeptikern, die
eine Erwärmung als Mythos bezeichnen, weil sie in den vergangen 15
Jahren nicht so stark fortgeschritten sei, wie in manchen Modellen
berechnet. Messdaten belegen, dass das Jahrzehnt 2001-2010 das wärmste
seit Beginn der Messungen war. Professor Levermann erklärt,
Tiefengewässer im Pazifik – im Zusammenhang mit natürlichen Schwankungen
– hätten überschüssige Wärme aufgenommen. Das bedeute aber nicht, dass
uns durch die Ozeane die Oberflächenerwärmung erspart bliebe. „Die
aufgestaute Wärme kann in Zukunft wieder in die Atmosphäre abgegeben
werden und so potenziell zu einer noch stärkeren Erwärmung führen“, so
Levermann.


Im Vorfeld oft gehörte Kritik am IPCC über fehlende Transparenz und
Aktualität beantwortete der Vorsitzende Rajendra Pachauri mit Zahlen zum
Entstehen des Sachstandberichts: Rund 9000 wissenschaftliche Artikel
seien gesichtet worden, 831 Autoren seien an dem Prozess beteiligt und
54 000 Kommentare beantwortet worden. Außerdem seien 60 Prozent der
Wissenschaftler zum ersten Mal an dem Report beteiligt gewesen.


Der endgültige Bericht über die wissenschaftliche Basis wird mehr als
2000 Seiten umfassen. Zusammen mit weiteren Kapiteln zur
sozio-ökonomischen Bedeutung und Möglichkeiten zur Abmilderung des
Klimawandels, die im Laufe des kommenden Jahres vervollständigt werden,
wird dieser IPCC-Bericht die ausschlaggebende Basis für die anstehenden Klimaverhandlungen sein, wie UN-Generalsekretär
Ban Ki Moon betonte. 2015 müssen die Politiker sich die Aussagen der
Wissenschaftler zu Herzen nehmen, wenn sie erneut versuchen, einen
bindenden Vertrag zu schaffen, der die Staaten der Welt verpflichtet,
ihre Treibhausgasemissionen zu senken.


Kerstine Appunn





Globale Erwärmung


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Claudia

Beiträge: 4532

BI Teilnehmernummer: 106

New PostErstellt: 29.09.13, 23:36  Betreff: Re: Klimawandel schreitet ungebremst voran. WZ vom 28.09.2013  drucken  weiterempfehlen

Kommentar von Seite 2:




Mit 95-prozentiger Sicherheit!

Die Politik täte gut daran, den Empfehlungen der Klimaforscher endlich zu folgen

Kerstine Appunn

Man kann es eigentlich nicht mehr hören. Immer neue Warnungen über die globale Erwärmung, Meeresspiegelanstieg, Extrem-Wetter
und so weiter. Und dann passiert ja irgendwie doch nichts. Da scheinen
wirtschaftliche Probleme in der EU doch viel näher und gefährlicher.


Wegen dieser Ermüdungserscheinung in der Öffentlichkeit beim Thema
Umwelt und Klima, haben es die Wissenschaftler des Weltklimarates
schwer, gehört zu werden. Ihre Sachstandsberichte schlagen immer wieder
in die gleiche Kerbe, denn für sie ist es ein Erfolg, wenn eine Studie
bestätigt, was sie schon seit Jahren vermelden: Dass der Mensch mit
seinen fossilen Brennstoffen an der Klimaerwärmung schuld ist. Jetzt mit
95-prozentiger Sicherheit! Für welche anderen Themen kann man das schon
sagen? Prognosen von Wirtschaftswissenschaftlern und mögliche Lösungen
für die Eurokrise sind bekanntlich weitaus vager.


Trotzdem schlägt den Warnungen der Klimaforscher Misstrauen entgegen.
Es wird ihnen Alarmismus (wie schon beim Waldsterben oder dem Ozonloch)
vorgeworfen. Vergessen wird dabei, dass saurer Regen,
Luftverunreinigung und Gewässerverschmutzung sich nicht in Wohlgefallen
aufgelöst haben, weil die Wissenschaftler mit ihren Prognosen falsch
lagen, sondern weil aufgrund ihrer Warnungen gehandelt wurde. Durch
nationale und internationale Gesetzgebung, die Industrieanlagen in ihren
Emission einschränkten und den Ozonzerstörer FCKW verboten, sind die
Schadstoffe in Luft und Wasser reduziert worden und keiner würde heute
mehr behaupten, dass diese Einschränkungen zu Gunsten der Natur falsch
gewesen wären. Spätestens nach dem neuen Klimabericht bleibt den
Regierungschefs deswegen nur eine Option: Sie müssen sich die
Erkenntnisse der Wissenschaft endlich zu Herzen nehmen und verbindliche
Regeln schaffen, die der Überbeanspruchung der Erde durch den Menschen
ein Ende setzen.







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