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Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.

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Autor Beitrag
crack

Beiträge: 25
Ort: Eitorf


New PostErstellt: 06.01.05, 20:12  Betreff: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen

Hallo allemiteinander,

Ich hab da mal ne Frage und die hab Ich aus nem anderen Forum (LustschmerzCommunity) hier mit rüber 'geschleppt'. also, da hat ne Frau das öffentlich geposted das sie von einem Mitglied eben dieser Comm missbraucht worden ist. So, was glaubt ihr hat diese Frau als reaktion geerntet? Ihr wurde unterstellt sie wolle sich nur wichtig machen, Unverständniss, sie habe sich durch mangelndes verantwortungsbewusstsein selber in diese Situation begeben, und so weiter, und dann kam die Frage auf wie denn mit sowas umzugehen sei, Ich und noch eine Fürsprecherin haben sich 'auf die Seite des Opfers' gestellt, meine persönliche Meinung ist das Ich einer Frau die sagt das Sie missbraucht worden ist auch erst mal Glaube, das ist einfach Rücksichtnahme auf das mögliche Opfer. Aber hallo, da war dann auf einmal fast Krieg!!! Alle anderen machten sich eben nur Sorgen um den guten Ruf eines potentiellen Täters. Und viele haben dem (warscheinlichen) Opfer mehr oder weniger offen unterstellt zu Lügen. Tja, und die Fürsprecher? Wir konnten uns so ziemlich alle Vorhaltungen anhören die Ihr euch nur denken könnt. Inklusive der Bedrohung des Rechtsstaats. Lange Rede, kurzer Sinn: Wie würdet ihr das handhaben???



mit freundlichen Grüssen,
with best regards,

crack



sexueller Missbrauch

   Ja Ich glaube dem Wahrscheinlichen Opfer.
   Ich halte mich zurück bis Ich mehr weiss.
   Ich kann damit Überhaupt nicht umgehen.
   Nein Ich werde die geschichte anzweifeln, aber mir davon nix anmerken lassen
   Nein Ich werde die geschichte bezweifeln und das der Frau auch sagen!

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crack

Beiträge: 25
Ort: Eitorf


New PostErstellt: 07.01.05, 14:30  Betreff: Re: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  weiterempfehlen

Hmm, es scheint mir so als wenn euch das Thema nicht interressiert???
Ist das in euren Augen unwichtig??? Sind wohl nur einzelschicksale oder was??? und die interressieren nicht??? Wozu dann über Politik und Soziales sprechen ? Ist doch anscheinend eh egal!



mit freundlichen Grüssen,
with best regards,

crack
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Ralf.


New PostErstellt: 07.01.05, 15:45  Betreff: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  weiterempfehlen

> Hmm, es scheint mir so als wenn euch das Thema nicht interressiert??? Ist
das in euren Augen unwichtig??? Sind wohl nur einzelschicksale oder was???
und die interressieren nicht???

Mit "nur Einzelschicksal" hat das doch nichts zu tun. Du sprichst ganz
richtig von einem "potentiellen" Opfer. Ob die Frau also wirklich Opfer ist,
steht offenbar nicht fest. Freilich: wer den "guten Ruf" des "potentiellen"
Täters" wahren will und deswegen, ohne selber nähere Informationen zu haben,
das "potentielle Opfer" angreift (noch dazu mit sattsam bekannten
Machosprüchen), befindet sich ganz sicher auf den Holzweg und hilft der als
Täter angegriffenen Person (sollte sie wirklich ein reines Gewissen haben)
gewiß nicht.
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crack

Beiträge: 25
Ort: Eitorf


New PostErstellt: 07.01.05, 15:55  Betreff: Re: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  weiterempfehlen

Danke Ralf,
deine Antwort zeugt von Herz und Verstand. Wie gesagt, in der LS Comm ist die Frau wirklich niedergemacht worden und Sie hat mir das auch mit ner Mail mitgeteilt, wie sie das empfunden hat. Ich bin mal gespannt ob Ich hier noch weitere gute Antworten finde.



mit freundlichen Grüssen,
with best regards,

crack
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Udo Teichmann
New PostErstellt: 11.01.05, 11:14  Betreff: Re: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  weiterempfehlen

Wenn man nicht mehr erfährt, als dass eine Frau behauptet, von einem Mann mißbraucht worden zu sein, hat man nicht genug Informationen, um so oder so Partei zu ergreifen.

Es liegt in der Natur des behaupteten Gewalttattyps, dass sie im Intimbereich ohne Zeugen stattfindet. Und so schrecklich das Erlebnis für das Opfer ist und wie dringend sie eigentlich darüber offen sprechen können müßte, so wenig kann die Öffentlichkeit eines Forums sich dazu eine Meinung bilden, denn einerseits ist es eine betrübliche Lebenstatsache, dass sexueller Mißbrauch nicht selten stattfindet, andererseits aber gibt es auch Fälle, in denen der entsprechende Vorwurf zu Unrecht erhoben wird. Ein Außenstehender steckt damit in einem Dilemma, das nur durch zusätzliche Informationen so oder so aufgelöst werden kann. Bleiben zusätzliche Belege aus, muß man sich eines Urteils enthalten.

Die Idee der Frau, ihre Behauptung ohne nähere Nachweise einfach so in die Öffentlichkeit hinauszuposaunen, ist daher unbedacht und wird in vielen Fällen die entsprechenden hähmischen Reaktionen provozieren. Wenn sie wirklich ein Opfer ist, wäre sie besser beraten, sich anderweitig Trost und Beistand zu verschaffen, und die Sache nicht leichtfertig öffentlich auszutragen, bevor sie entsprechende Beweise in der Hand hat.

Auch blinde Parteinahme für das potenzielle Opfer ist daher kein Wert an sich sondern unbedachtes Verhalten. Wer dem Opfer wirklich helfen wollte, müßte zunächst mit dem Opfer die Geschehnisse einfühlsam durchsprechen und gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die Tat nachzuweisen. Nur so verschafft man dem Opfer die notwendige Munition, das ihr erlaubt, aus der Opferrolle herauszufinden und souverän in die Anklägerrolle zu wechseln.
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Baba Yaga
New PostErstellt: 11.01.05, 22:52  Betreff: Re: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  weiterempfehlen

Vorweg:
Ich gebe zu, die Beweis- und Indizienlage ist nicht angesprochen und die Informationen sind "poor"!

Zur Sache:

Anderseits ist es sehr gravierend und folgenschwer, wenn der Vorwurf des sexuellen Mißbrauches (Vergewaltigung, Schändung usw.) erhoben würde und die Klägerin dafür keine Grundlagen vorzuweisen hätte.
Es wäre ein Bumerang, der sie selbst treffen würde.
Es ist zu unterstellen, daß jede durchschnittlich gebildete Frau die Konsequenzen einer "üblen Nachrede" kennt und daher nicht leichtfertig so schwerwiegende Lügen und Unterstellungen verbreitet.

Ich persönlich nehme an, daß Frauen, die sich an Forendiskussionen beteiligen, eigentlich heute noch die Ausnahme sind und einen, wie auch immer zu bewertenden; besonderen Intellekt besitzen, denn die große Masse der Frauen interessiert sich leider nicht für Internet, für Diskussionen und meistens auch nicht für politische Auseinandersetzungen und den dadurch zu gewinnenden Informationsgehalt!

Von daher gesehen unterstelle ich der Ankägerin eine so große Portion Kontextwissen zu Konsequenzen aus Lügen, vorgeschobenen Argumenten und falschen Behauptungen, daß ich zumindest nicht bezweifle, daß es "Zudringlichkeiten" von Seiten des Beschuldigten gegeben haben muß, welche die Grenzen des "zulässigen Werbens" überschritten haben, sonst hätte sie nicht (offensichtlich in einer Notlagesituation) die Beschuldigungen ins Netz gestellt!

Das ist meine Meinung, als Frau mit einer doch beträchtlichen Lebenserfahrung!
Es ist eine Meinung, die gewiß dem konkret-rechnerischen und formal-nüchternen Abwägungsprozessen eines Udo Teichmann entgegensteht und - wie ich darlegte - auch aus gutem Grunde, ein Vorschußvertrauen und -kapital dem "angeblichen" Opfer einräumt.

Hinzu kommt, - und das spricht erfahrungsgemäß für die Frau -, daß im Spiel der "Begehrlichkeiten" es fast immer der Mann ist, der die Situation nicht mehr zu beurteilen und zu beherrschen in der Lage ist und - ab einem gewissen, für Frauen schwer zu kalkulierenden Zeitpunkt - nur noch seinen eigenen Wünschen und Trieben folgt, ohne die Interessen der Frau zu berücksichtigen, bzw. diese kaum und genügend zu beruteilen vermag, daaher nicht in der Lage ist, darauf zu achten, ob er sich im "Gleichklag" mit seiner Partnerin befindet!

Man(n) möge mir meine Parteilichkeit und vermeintliche/vielleicht auch tatsächliche/ Voreingenommenheit verzeihen, aber ich würde zuerst Parteinahme für die Frau nehmen, - die Gründe dafür habe ich zu erläutern versucht!

Baba Yaga


[editiert: 11.01.05, 23:27 von Baba Yaga]
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Udo Teichmann

Beiträge: 7

New PostErstellt: 12.01.05, 07:40  Betreff: Re: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  weiterempfehlen

Hallo Baba,


    Zitat:
    Anderseits ist es sehr gravierend und folgenschwer, wenn der Vorwurf des sexuellen Mißbrauches (Vergewaltigung, Schändung usw.) erhoben würde und die Klägerin dafür keine Grundlagen vorzuweisen hätte.
    Es wäre ein Bumerang, der sie selbst treffen würde.
    Es ist zu unterstellen, daß jede durchschnittlich gebildete Frau die Konsequenzen einer "üblen Nachrede" kennt und daher nicht leichtfertig so schwerwiegende Lügen und Unterstellungen verbreitet.
    ...
    Von daher gesehen unterstelle ich der Ankägerin eine so große Portion Kontextwissen zu Konsequenzen aus Lügen, vorgeschobenen Argumenten und falschen Behauptungen, daß ich zumindest nicht bezweifle, daß...
Das Problem ist, dass bei der üblen Nachrede die Frau nicht einmal lügen müsste, sie macht sich schon strafbar, wenn sie ihre Vorwürfe nicht beweisen kann.

Üble Nachrede (§ 186 StGB):
    Zitat:
    "Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."
So sympathisch die Parteinahme für das vermutliche Opfer ist, man täte ihr keinen Gefallen, sie derart ungeschützt in die Öffentlichkeit gehen zu lassen, wie dies im Eingangsbeitrag mitgeteilt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Udo Teichmann

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crack

Beiträge: 25
Ort: Eitorf


New PostErstellt: 14.01.05, 16:09  Betreff: Re: Dem potetiellen Opfer glauben schenken, oder den guten ruf des Täters wahren.  drucken  weiterempfehlen

Hallo,
schon einmal vielen Dank für eure Beiträge, Ich hoffe auch das sich noch mehr dafür interressieren, es ist in der Tat kein eindimensionales Problem.
Zitat:
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So sympathisch die Parteinahme für das vermutliche Opfer ist, man täte ihr keinen Gefallen, sie derart ungeschützt in die Öffentlichkeit gehen zu lassen, wie dies im Eingangsbeitrag mitgeteilt wird.
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Nein, sie hat niemanden vorher gerfragt, sie hatt's direkt geposted ohne vorher mit jemandem zu sprechen, sonst wäre der Beschriebene Vorgang so nicht passiert.



mit freundlichen Grüssen,
with best regards,

crack
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