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Anarchie - Was ist das?

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Autor Beitrag
Peter Nowak
New PostErstellt: 20.02.11, 20:23  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

Die ganze Debatte ist leider schon steinalt, aber zu einem Punkt möchte ich noch Stellung nehmen, weil er allgemeiner Natur ist:

    Zitat: Isquierda
    Ich bestreite nicht die "Idee", die jemand an die als "Gesamtheit" bezeichnete Summe der Teile bindet (Ist ein Strauß Rosen aus 12 Rosen mehr wert, als 12 einzelne?)...
Ja, weil er die Idee oder vielleicht noch besser: die Vision des Strausses und die Arbeit des Zusammenfügens beinhaltet!

    Zitat: Isquierda
    - nur ist diese "Idee" eben nicht vermittelbar, ergo gehört sie auch in die "Privatsprache". Ein jeder kann gern in alles mögliche alles Gewünschte hineingeheimnissen und daraus besondere Schlüsse ziehen, aber am Umstand, dass ein Ding, die Summe seiner Teile ist, wird sich nun mal nichts ändern.
Das würde bedeuten, dass Picassos Guernica allein durch den Wert der Leinwand, der Farben und des Pinsels bestimmt ist, die zu seiner Produktion gebraucht wurden. Das ist aber nunmal eindeutig nicht der Fall!
Peter Nowak
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Isquierda

Beiträge: 279
Ort: Magdeburg

New PostErstellt: 15.02.06, 08:22  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: zystein
    wie schon an anderer Stelle gesagt, für mich ist die Party hier zu Ende, Ines. Reine Zeitverschwendung. Da geh ich lieber einen heißen Kakao trinken und genieße mein Leben.
Prost!

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zystein


New PostErstellt: 14.02.06, 16:38  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

wie schon an anderer Stelle gesagt, für mich ist die Party hier zu Ende, Ines. Reine Zeitverschwendung. Da geh ich lieber einen heißen Kakao trinken und genieße mein Leben.
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Isquierda

Beiträge: 279
Ort: Magdeburg

New PostErstellt: 14.02.06, 16:23  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: zystein
    Nicht verstehen können hat etwas mit Dummheit zu tun, nicht verstehen wollen etwas mit Arroganz. Beides zusammen ist Borniertheit: arrogant und dumm.
Meinst du mich? Ich verstehe doch und das sogar ganz gut - so denke ich - aber ich frage trotzdem. Dumm ist das nicht. Borniertheit mag schon sein: das wirft man mir ab und an vor. Aber daran gewähnt man sich.

Viel lieber würde ich jetzt endlich über "Anarchie" reden - Die Definition steht hier schon, aus Wikipedia übernommen. Sind wir uns denn dahingehend einig? Wenn Anarchie "Führerlosigkeit" bedeutet, dann ist es doch politisches Ziel aller Anarchisten, den repressiven machtapparat, der sich durch dauerhafte Machtkonzentration an bestimmten Positionen zum herrschaftsinstrument entwickelt, um diese dauerhaften machtzentren zu "erleichtern", um der Anarchie ein Stück näher zu kommen, was?

Ich persönlich halte so nebenbei basisdemokratie auch noch für ein entscheidendes Moment der selbstbestimmung und kollektiven Beteiligung, das zumindest eine präanarchistische Geselschaftsstruktur entstehen lassen kann....Wie siehst du das?

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zystein


New PostErstellt: 14.02.06, 16:11  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

Nicht verstehen können hat etwas mit Dummheit zu tun, nicht verstehen wollen etwas mit Arroganz. Beides zusammen ist Borniertheit: arrogant und dumm.
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Isquierda

Beiträge: 279
Ort: Magdeburg

New PostErstellt: 14.02.06, 15:25  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: Riker
      Zitat:
      dass du eine Verfechterin des klassischen mechanistischen Weltbildes bist, wenn nicht gar des aristotelischen
    das sehe ich auch so
Quatsch!

Und nun zum allerletzten Mal: Mit Physik kann man Sprache nicht analysieren. Die molekulare Zusammensetzung eines Anarchisten wird für Physiker interessant sein, aber letzten Endes gilt das, was er sagt: Die andauernde Bezugnahme auf Quanten-Physik (Das Hantieren mit Links, die auf Guido-Knop-Niveau die relativitätstheorie erklären, Bezüge auf Geo-Heftchen und das ständige verneinen allgemein zugänglicher Definitionen etc.) ist eine unzulässige Sphärenvermengung, die lediglich dazu führen wird, das Thema zu verwässern und letzten Endes bestreiten zu wollen, was eher politisches Anliegen ist und auf Erkenntnisse der Soziologie und Philosophie basieren sollte, statt auf Teilchen-Struktur. Die Zusammensetzung der Gesellschaft wird die Quantenphysik nicht erklären können, ebenso wenig das Wollen nach kooperativem und angstfreien Zusammenleben der Individuen.

Es ist auch unerheblich, ob man mich hier des mechanistischen weltbildes bezichtigt oder wasweißich noch für seltsamkeiten - Fakt ist doch immer noch eines: Logik hilft die Welt zu erfassen und wissenschaftliche Methoden sind das A und O der empirischen Forschung.

Also bitte zurück zum Thema und etwaige Seitenstränge einfach ausblenden, bitte. Das Ausgangsthema lautete: Was ist Anarchie?

Die gängige Definition hierzu lautet:

"Der Begriff Anarchie leitet sich aus dem Griechischen (αναρχία "Führerlosigkeit") ab und bedeutet ursprünglich Abwesenheit von Herrschaft durch Einzelne ("Führer").

Im heutigen Gebrauch des Wortes streitet man sich in dem, wie "Führerlosigkeit" auszulegen ist. Die klassischen Anarchisten in der Tradition von Bakunin, Kropotkin und Proudhon verstehen auch institutionelle oder strukturelle Gewalt als so etwas wie Herrschaft. In der Wortbedeutung ist aber nur von Führern, also Personen die Rede.

Weiter kann man sich darüber streiten, was ein Führer ist. Ist ein Stammesoberhaupt, ein Familienoberhaupt, ein Richter, ein Gelehrter usw. ein Führer? Darüber mag man geteilter Meinung sein. Eine Auslegung wäre, Anarchie mit staatenloser Gesellschaft oder dem Fehlen des staatlichen Gewaltmonopols gleichzusetzen.

In diesem Sinne ist Herrschaft, wie wir sie kennen, keine zeitlose Institution. Neben und vor allem vor dem welthistorischen Beginn der Herrschaft moderner Staaten hat es logischerweise und tatsächlich Anarchie gegeben. Noch bei manchen rezenten Naturvölkern kann von Herrschaft Einzelner keine Rede sein. Die Mbuti etwa lebten ohne Macht von Führern, mithin in einer Anarchie. Die Abwesenheit von Gesetzgebern und Gesetzen kennzeichnet das Leben der Mbuti auch als 'gesetzlos'. Aber ohne Ordnung war ihr Leben deshalb mitnichten.

Neben den sozusagen natürlichen Formen der Anarchie außerhalb der Zeiten und Territorien der Einzelherrschaft gibt es die bewusst gewählten Formen der Anarchie anstelle etablierter Herrschaftsstrukturen..."

http://de.wikipedia.org/wiki/Anarchie

Bist du bereit?

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Riker
New PostErstellt: 14.02.06, 15:14  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat:
    dass du eine Verfechterin des klassischen mechanistischen Weltbildes bist, wenn nicht gar des aristotelischen
das sehe ich auch so
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Isquierda

Beiträge: 279
Ort: Magdeburg

New PostErstellt: 14.02.06, 15:03  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: zystein
    Liebe Ines,
    an anderer Stelle weiter oben behauptete ich, dass das GANZE (identisch mit: "die Gesamtheit") mehr ist, als die (bloße) Summer seiner Teile.* Das hast du vehement bestritten und das tust du noch.
    Ich nehme daher an, dass du eine Verfechterin des klassischen mechanistischen Weltbildes bist, wenn nicht gar des aristotelischen. Wobei mich allerdings wundern würde, diese Position ausgerechnet von einer Frau, insbesondere von einer Anarchistin vertreten zu sehen. Das quantenphysikalische Weltbild geht bewiesenermaßen und mit Recht darüber hinaus. (vergl. z.B. hier http://www.einstein-online.info/de/vertiefung/SummeTeile/) Ich habe das - staunend! - zur Kenntnis genommen. Willst du es ignorieren?
    Insofern kann ich riker verstehen.

    *übrigens "ahnte" oder "postulierte" das bereits vor 2500 Jahren - zumindest - die chinesische Philosophie. Die heutige (um nicht zu sagen "moderne") Physik konnte den wissenschaftlichen Beweis erbringen, dass das Ganze mehr ist als die bloße Summe seiner Teile.

    mit freundlichen grüssen
    zystein
Ich bestreite nicht die "Idee", die jemand an die als "Gesamtheit" bezeichnete Summe der Teile bindet (Ist ein Strauß Rosen aus 12 Rosen mehr wert, als 12 einzelne?) - nur ist diese "Idee" eben nicht vermittelbar, ergo gehört sie auch in die "Privatsprache". Ein jeder kann gern in alles mögliche alles Gewünschte hineingeheimnissen und daraus besondere Schlüsse ziehen, aber am Umstand, dass ein Ding, die Summe seiner Teile ist, wird sich nun mal nichts ändern. Für jedwede Form der religiösität habe ich aber Verständnis!
(Die beschriebene Erklärung hat vor allem etwas mit Semantik und Sprachanalyse zu tun - aber ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die Physik da nicht widerspricht. )

Am besten du läßt dir das vom Fachmann erklären....wenn du mir schon nicht glaubst. Sicher drücke ich mich nur wieder unverständlich aus...

Ich wüßte nicht, was mein Frausein oder das Selbstbekenntnis zum Anarchismus mit dieser Sichtweise zu tun haben soll: Aber ich bin mir sicher, dass an moderner Philosophie Interessierte, es genau so sehen wie ich. Sicher sind da auch Männer drunter - aber "Nobody is perfect."

:-))

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zystein


New PostErstellt: 14.02.06, 14:30  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

Liebe Ines,
an anderer Stelle weiter oben behauptete ich, dass das GANZE (identisch mit: "die Gesamtheit") mehr ist, als die (bloße) Summer seiner Teile.* Das hast du vehement bestritten und das tust du noch.
Ich nehme daher an, dass du eine Verfechterin des klassischen mechanistischen Weltbildes bist, wenn nicht gar des aristotelischen. Wobei mich allerdings wundern würde, diese Position ausgerechnet von einer Frau, insbesondere von einer Anarchistin vertreten zu sehen. Das quantenphysikalische Weltbild geht bewiesenermaßen und mit Recht darüber hinaus. (vergl. z.B. hier http://www.einstein-online.info/de/vertiefung/SummeTeile/) Ich habe das - staunend! - zur Kenntnis genommen. Willst du es ignorieren?
Insofern kann ich riker verstehen.

*übrigens "ahnte" oder "postulierte" das bereits vor 2500 Jahren - zumindest - die chinesische Philosophie. Die heutige (um nicht zu sagen "moderne") Physik konnte den wissenschaftlichen Beweis erbringen, dass das Ganze mehr ist als die bloße Summe seiner Teile.

mit freundlichen grüssen
zystein


[editiert: 14.02.06, 14:30 von zystein]
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Isquierda

Beiträge: 279
Ort: Magdeburg

New PostErstellt: 14.02.06, 11:44  Betreff: Re: Anarchie - Was ist das?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: Riker
      Zitat:
      Wie bitte? "WIR" ist die "unfaßbare Gesamtheit"? Dann ist es aber weder Unfaßbar, noch gesamt, sondern nur ein Teil, weil es außer "WIR" noch andere gibt.....Wer sind "WIR"? Die Erklärung ist absurd.
    noch andere ???

    was meinst Du damit, was oder wer soll das sein

    sag bloß du glaubst an außerweltliche

    du kannst natürlich das wir formallogisch erfaßbar machen
    dabei kommt dann so ein Quatsch heraus wie:
    Wir die Deutschen
    Wir die Arier
    usw. usf.
Du willst mich echt verscheißern, was? Der versuch macht klug und er sei dir gestattet - erfolgreich ist er nicht...*gg*

Ganz im Ernst, nicht ICH rede von der "unfaßbaren Gesamtheit", sondern ich stelle sie in Frage. Sollte es eine solche geben, so ist sie ohnehin irrelevant und weil sie eben so "unfaßbar" ist, in der Tat "unfaßbar" - Jeder versuch, sie zu erfassen, wäre zum Scheitern verurteilt und Energieverschwendung.

Du warst dann so frei, auf meine Frage hin, was diese "unfaßbare gesamtheit" sein soll, mir zu antworten, WIR könne so eine "unfaßbare gesamtheit" sein - was ich dann wiederum mit der oben zitierten Frage bedachte: "Wer sind "WIR"?" Eine Antwort darauf, hätte dir erklären können, dass "WIR" eben nicht unfaßbar ist, sondern ganz konkrete Ausagen trifft. "Wir" ist also keineswegs "unfaßbar"....Wie man da auf "Wir die Deutschen" oder "Wir die Arier" kommen soll, ist mir unklar: Was soll das? Was willst du andeuten?

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