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Krieg schafft keinen Frieden - "Raus aus Afghanistan"-Demo in Berlin

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bjk

Beiträge: 7339
Ort: Berlin


New PostErstellt: 22.02.10, 11:56  Betreff:  Krieg schafft keinen Frieden - "Raus aus Afghanistan"-Demo in Berlin  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen



Am vergangenen Samstag, den 20. Februar, fanden in Berlin zur etwa gleichen Uhrzeit zwei verschiedene Protestveranstaltungen statt. Die "Raus aus Afghanistan"-Demo am Bebelplatz gegenüber der Humboldt-Universität begann schon um 13 Uhr und für Punkt 14 Uhr hatte sich ein ID-flashmob am Potsdamer Platz verabredet, um gegen die in Frankreich von Sarkozy initiierte Kampagne "nationale Identität" zu protestieren.

Auf dem Bebelplatz waren bis mindestens 14 Uhr verschiedene Redebeiträge unter anderem von Sevim Dagdelen MdB DIE LINKE, Peter Strutynski vom Friedensratschlag und der Theologe Eugen Drewermann vorgesehen. Erst frühestens ab 14:15 Uhr sollte der Protestzug dann über die Touristenprachtmeile Unter den Linden, Glinkastraße, Behrenstraße, Ebertstraße, kurze Zwischenkundgebung am Platz des 18. März an der Westseite des Brandenburger Tores, dann von der Ebertstraße in die Scheidemannstraße bis zum Reichstagsgebäude, weil dort im  Deutschen Bundestag die große Mehrheit der Kriegsbefürworter aus Union, FDP, SPD und Grünen immer wieder Kriegseinsätze beschlossen haben, zuletzt den der Grundgesetz-Idee "Nie wieder Krieg" hohnsprechenden Afghanistan-Mordeinsatz der Bundeswehr. Weil der Bundestag am kommenden Freitag, den 26. Februar, darüber entscheiden will, ob noch mehr deutsche Soldaten nach Afghanistan geschickt werden, sollte dort auch die mahnende Abschlußkundgebung stattfinden.

Die Reden auf dem Bebelplatz ließ ich mir entgehen und dokumentierte dafür zunächst den ID-flashmob auf dem Potsdamer Platz. Ein Fotobericht dieser sehr schönen Aktion ist unter http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/4/25865927#25865927 eingestellt. Weil die Aktion nur knapp 6 Minuten dauerte, gelang es mir, gerade noch rechtzeitig beim Start des Antikriegs-Protestzuges kurz vor 14:30 Uhr dabeizusein, als die Demospitze dabei war, sich Unter den LInden zu formieren.

Das Protestmotto hieß "Kein Soldat mehr! Dem Frieden eine Chance – Truppen raus aus Afghanistan!" Warum als Slogan ausgerechnet "Kein Soldat mehr" statt "keine Soldaten" formuliert wurde, erschließt sich nicht so recht. Denn das sprachlich sperrige "Kein Soldat mehr" assoziiert doch zunächst, daß genügend Soldaten in Afghanistan seien und keine weiteren gebraucht würden. Dabei soll doch alle Soldateska aus Afghanistan verschwinden! Wie auch immer, mehrere Tausend (die Veranstalter sprechen von bis 4.000) sind bei dieser bundesweiten Antikriegsdemo zusammengekommen, viele Transpis und individuelle Plakate waren zu sehen, die frieddrumms heizten im vorderen Drittel mit Samba-Trommel-Rhytmen ein, irgendwo im mittleren Bereich war Karl Nümmes alias Eckhard Franke von der Nümmes-Bänd live zugange, über einen Lauti kamen ab und an Redebeiträge. Die Linkspartei war reichlich vertreten aber auch andere Parteien, Gruppen und Organisationen haben sich im bunten Protestzug engagiert. Für mich das Sahnehäubchen waren die etwa 100 Antifas und AntimilitaristInnen, deren Transpi mit dem unwiderlegbaren Slogan "was in Deutschland brennt, kann in Afghanistan keinen Schaden mehr anrichten" auf mal offene und mal klammheimliche Zustimmung stieß. Auch mehrere Afghaninnen, zwei trugen blaue Burkas und waren deshalb bevorzugtes Fotomotiv, hatten sich hinter dem Front-Transpi neben Sevim Dagdelen eingereiht.

Sevim Dagdelen war ganz vorne hinter dem Front-Transpi "
Dem Frieden eine Chance, Truppen raus aus Afghanistan!" zu finden. Ich begrüßte sie und sprach ihr meine hohe Anerkennung zu ihrem großen Mut aus, mit leider nur wenigen anderen ParteifreundInnen nach der kriegstreiberischen Rede von Peres nicht applaudiert zu haben sondern demonstrativ sitzengeblieben zu sein. Auf meine Frage, ob sie wegen der üblen Attacken von fundamentalistischen Pfarrern und Antideutschen (BAK Shalom!!!) wenigstens Unterstützung seitens der Partei erhalten habe, sah sie mich etwas traurig an und - - - nun, es war nirgendwo weder von Bisky, Gysi, Bartsch, auch nicht von Lafontaine oder anderen aus DIE LINKE nachzulesen, daß sie die zumeist widerwärtigen Angriffe auf Sevim (und ihre Mit-Sitzengebliebenen) entrüstet (wie bei Dietmar Bartsch) zurückgewiesen hätten. Ein Armutszeugnis sondergleichen für DIE LINKE und ein weiterer Beweis, daß die Parteispitze voll in die Parteiendemokratur der BRD integriert ist. Daß viele Basis-GenossInnen darüber empört und wütend sind, konnte ich während der Demo dann in mehreren Gesprächen entnehmen.

DIE LINKE marschierte in einem eigenen Block irgendwo in der Mitte mit einem eigenen roten Front-Transpi und weißem Slogan "Bundeswehr raus aus Afghanistan". Unter anderen konnte ich Stefan Liebich und Gesine Lötzsch entdecken. Halina Wawzynik genoß dagegen ein "politikfreies Wochenende" und schrieb in ihrem Blog zum Wochenende "Einfach mal ausspannen muss auch sein!" - Tja, ...

Auf dem Platz des 18. März gab es einen kurzen Zwischenstop, weil vor der Kulisse des Brandenburger Tores die Internationale Ärzteorganisation für die Verhütung des Atomkriegs (IPPNW) auf die alltäglichen Opfer des Afghanistankrieges mit einem "Die-In" (Sterben) aufmerksam machte. Eindrucksvoll wurde symbolisiert, wie von den Militärs ermordete Opfer unter der afghanischen Zivilbevölkerung würdelos in blaue Leichensäcke "verpackt" für den Abtransport zum Friedhof bereit liegen. Diesen als sogenannter Kollateralschaden zu Tode gekommenen Opfern ist im deutschen Kriegsministerium kein Gedenksten gewidmet.

Danach ging's zum Reichstag. Als Uwe Hiksch gleich hinter dem Gebäudekomplex mit der Abschlußkundgebung beginnen wollte, wurde er vom Beauftragten der Polizieiensatzleitung aufgefordert unter vorsichtigen Buhrufen und spöttischem Lachen der Umstehenden, diese einige Meter weiter außerhalb der Bannmeile stattfinden zu lassen. Also fuhr der Lauti noch zwei drei Meter weiter und Uwe eröffnete die Schlußaktion, im Auftrag von über 100 Städten smbolische Ortsschilder vor dem Reichstag abzulegen, die den bundesweiten Massen-Protest gegen den Kriegseinsatz in Afghanistan den eigentlich kriminellen, weil grundgesetzbrechenden KriegsbefürworterInnen unter den Abgeordneten im Bundestag vor Augen führen sollten. Ein passender kleiner Baum wurde die Ehre zuteil, als Ortsschilderaufhängebaum herhalten zu dürfen. Unter großem Hallo wurde er entsprechend ausstaffiert. Danach verlief sich die Demo allmählich. Es hätten zwar ruhig mehr MitstreiterInnen mittun können aber trotzdem fanden wohl die meisten, dies war ein gelungener Protestzug. Er fand ja auch großes Medieninteresse, weil bekanntlich zwei Drittel der BundesbürgerInnen den Krieg und die Teilnahme daran ganz klar ablehnen! Ob das allerdings die Entscheidung des Bundestages wesentlich beeinflussen wird, ist eher nicht zu erwarten.

Sämtliche 100 hier in http://www.carookee.com/forum/freies-politikforum/1/25873881#25873881 eingestellten großformatigen Demo-Fotos dürfen bei namentlicher Nennung des Knipsers und Angabe der Quelle für nichtkommerzielle Zwecke gerne heruntergeladen, gespeichert und weiterverbreitet werden.

Bernd Kudanek alias bjk



100 Fotoimpressionen



001 -
der Protestzug "Raus aus Afghanistan" startet vom Bebelplatz (rechts, nicht im Bild)

002 -
Laura von Wimmersperg,
Friko Berlin (2. v. li.), Sevim Dagdelen MdB DIE LINKE (4. v. li.)

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011 -
die frieddrumms - Berlin Samba

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013 -

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015 -

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Laura von Wimmersperg Friko (1. v. li.), Sevim Dagdelen MdB DIE LINKE (4. v. li.)

017 -
Sevim Dagdelen MdB DIE LINKE (1. v. li.), rechts daneben Laura v. Wimmersperg

018 -

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020 -

021 -

022 -

023 -

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026 -

027 -

028 -
Elke Zwinge-Makamizile, Dipl.-Pädagogin, engagiert in
Achse des Friedens sowie attac, GEW, Internationale Liga für Menschenrechte

029 -

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031 -

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033 -

034 -

035 -
Karl Nümmes alias Eckhard Franke von der
Nümmes-Bänd live

036 -

037 -

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039 -
auch die Antifa ist vertreten - und das ist gut so!!!

040 -

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057 -
Einer kam heim aus Afghanistan

058 -

059 -

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061 -

062 -

063 -

064 -
die Britische Botschaft in der Wilhelmstraße

065 -

066 -
Karl Nümmes alias Eckhard Franke von der
Nümmes-Bänd live

067 -

068 -

069 -

070 -
Behrenstraße, Rückseite des potthäßlichen US-Botschaftsbunkers mit Sonder-Schutz

071 -
von der Behrenstraße rechts ab in die Ebertstraße zum Brandenburger Tor

072 -
Sonder-Schutz-Hundestaffelführer muß seinen nervösen Hund beruhigen - es ein Skandal sondergleichen, daß abgerichtete Hunde immer wieder und immer noch auf Demos eingesetzt werden!!! Eine schlimme Anleihe an die SS-Zeit und eine Schande für das rotrot-regierte Berlin!!!

073 -
rechts, Seitenansicht des US-Botschaftsbunkers

074 -

075 -

076 -

077 -

078 -

079 -

080 -
"Die-In"-Aktion der IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges)

081 -

082 -

083 -

084 -
Barbara F.

085 -
wo sie recht haben, haben sie recht - ein nicht zu widerlegender Slogan! Typisch Antifa eben.


086 -

087 -
Uwe Hiksch, u. a. Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Europa Die Linke

088 -
die Abschlußkundgebung muß ein paar Meter weiter stattfinden, sagt der Gelbgrüne, hier wäre noch Bannmeile. Alles buht aber der Lauti rollt dann doch noch 2 Meter weiter.

089 -
hier endlich darf abschlußgekundgebt werden

090 -
dieser Baum vor dem Reichstag soll/darf ehrenhalber Ortsschilderbaum werden

091 -

092 -

093 -

094 -

095 -

096 -

097 -
über hundert Städte-Schilder wollen erst einmal aufgehängt sein

098 -

099 -

100 -
Friedensfahne für die grundgesetzbrechenden Kriegsbefürworter und Truppenversender-Abnicker des Deutschen Bundestages! Die lassen sich aber davon nicht beeindrucken oder gar Angst machen, eher schon mit der Botschaft in Bild 85





... ich tue was Linke tun, Ungerechtigkeit bekämpfen!
von Yossi Wolfson


[editiert: 23.02.10, 18:21 von bjk]
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na endlich
New PostErstellt: 23.02.10, 18:48  Betreff: Re: Krieg schafft keinen Frieden - "Raus aus Afghanistan"-Demo in Berlin  drucken  weiterempfehlen

hast du den Textbericht fertig und oben reinkopiert!

Schöner, informativer Bericht und schöne Fotos

ein Mitkämpfer
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bjk

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Ort: Berlin


New PostErstellt: 23.02.10, 22:52  Betreff:  Biskys neuestes Tagesspiegel-Interview  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: bjk
    ... es war nirgendwo weder von Bisky, Gysi, Bartsch, auch nicht von Lafontaine oder anderen aus DIE LINKE nachzulesen, daß sie die zumeist widerwärtigen Angriffe auf Sevim (und ihre Mit-Sitzengebliebenen) entrüstet (wie bei Dietmar Bartsch) zurückgewiesen hätten. Ein Armutszeugnis sondergleichen für DIE LINKE und ein weiterer Beweis, daß die Parteispitze voll in die Parteiendemokratur der BRD integriert ist.


... Biskys Interview unter http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Lothar-Bisky-Oskar-Lafontaine-Linke;art122,3039873 spricht in mehrfacher Hinsicht Bände.
  • Zum anderen kriegt sich Bisky kaum ein, wenn er nun schon wieder über angebliche Denunziationen (gegen Bartsch) innerhalb der Linkspartei wettert, die er nicht länger dulden will. Aber die feigen, ehrabschneidenen Anwürfe und den hinterhältigen Meinungsterror SEINER rassistischen Jung-GenossInnen in der BAK Shalom gegen die mutigen "antisemitischen" PDL-SitzenbleiberInnen nach der Kriegshetze von Peres entlocken ihm nicht ein Sterbenswörtchen. Im Klartext kann das nur heißen, er steht auf Seiten der Pro-Apartheid-Terrorgruppe BAK Shalom. 
  • Der Jelzinismus von Bisky wird immer grotesker, dagegen wird die antideutsche prozionistische Unterwanderung in Parteistruktur der PDL und aktuell überdeutlich auch in der Rosa-Luxemburg-Stiftung immer gruseliger.

Bernd Kudanek





... ich tue was Linke tun, Ungerechtigkeit bekämpfen!
von Yossi Wolfson


[editiert: 23.02.10, 23:31 von bjk]
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bjk

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New PostErstellt: 24.02.10, 18:01  Betreff:  Halina und ihr Reißverschluß - eine Glosse  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: bjk

    Halina Wawzynik genoß dagegen ein "politikfreies Wochenende" und schrieb in ihrem Blog zum Wochenende "Einfach mal ausspannen muss auch sein!" - Tja, ...


Halina ist entschuldigt!

Gerade hab ich in ihrem heutigen Blogeintrag unter http://www.wawzyniak.de/?page_id=1408 gelesen - ach, lest doch selber:

"Ich brauchte dringend eine neue Jacke, da meine Jacke -besser der Reißverschluss- den Geist aufgab. Was ich jedoch nicht bedacht hatte war, dass in den Läden die Winterkollektion bereits aus dem Geschäft verbannt wurde. Ich latschte also ein wenig durch das kalte Berlin um eine neue Jacke zu erstehen."

Sicher hatte sie schon am vergangenen Samstag instinktiv geahnt, was der tückische Reißverschluß vorhatte. Nämlich, wenn sie mal gerade nicht hinter dem PDL-Transpi mitlatschen sondern den Pressefotografen vom sozialistischen Tagesspiegel und anderen linken Medien Interviews geben würde, wollte der fiese Reißverschluß ihr eins auswischen und ganz plötzlich wie von selbst medienwirksam aufratschen, damit die Fotografenmeute endlich die Einblicke erhält, die Halina uns in ihrem Wahlposter 2009 vorenthalten hat: nämlich wie sie da von vorne ausgeschaut hat.



Aber Halina läßt sich nun mal nicht fremdbestimmen oder gar vorführen und schon gar nicht von einem verklemmten Reißverschluß, der es satt hatte, immer nur funktionieren zu müssen aber nie Anerkennung erhält. Auf der Demo vom vergangenen Samstag hätte er stellvertretend für Millionen seiner Art Freiheit und Gerechtigkeit für alle Reißverschlüsse fordern wollen und können, auch die von Jeans mit Ärschen in der Hose. Aber Halina mußte ja ihr politikfreies Wochenende genießen! Klar, daß er da funktionsmäßig völlig am Ende war und heute - innerlich unrettbar verkantet - seine Betriebsbereitschaft endgültig ausgehaucht hatte.

Bernd Kudanek alias bjk





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von Yossi Wolfson


[editiert: 24.02.10, 19:03 von bjk]
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bjk

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New PostErstellt: 27.02.10, 11:33  Betreff:  Re: Krieg schafft keinen Frieden - "Raus aus Afghanistan"-Demo in Berlin  drucken  weiterempfehlen





Quelle: DIE LINKE

Das war mal eine wirklich klasse Aktion der Linkspartei-Fraktion, den zivilen Kundus-Opfern zu gedenken und nicht, wie in allen anderen Fraktionen geschehen, den Krieg zu verherrlichen bzw. abzunicken und umzulügen!!! Auch wenn nicht alle mit gleicher Inbrunst und manche gar nicht dabei waren. Halina Wawzyniak sitzt übrigens ganz hinten in der letzten Reihe. Gemein vom Fotografen (oder der Fotografin?), sie ausgerechnet in dem Moment zu knipsen, als sie gerade ihr gedankenschweres Haupt stützt und nachdenkt. Schließlich habe sie sich bewußt nach hinten gesetzt um etwas durchzuarbeiten, so stehts denn auch in der Kommentarspalte ihres  Blogs vom gestrigen Freitag.

Bitterlich beklagt sie darin, daß die junge Welt "Unsinn verbreitet", denn sie habe ja nicht nur gesessen sondern sei auch mal kurz aufgestanden. Offenbar hat der/die LINKE-FotografIn demzufolge nur einen Moment Unsinn dokumentarisch festgehalten - kann ja mal vorkommen, wa!

Übrigens war DIE LINKE nicht in voller Fraktionsstärke angetreten, es fehlten Gregor Gysi, Petra Pau, Thomas Nord, Katrin Senger-Schäfer   - nachzulesen unter http://die-linke.de/fileadmin/download/aktionen/bundeswehr_raus_aus_afghanistan/100226_Flugblatt_namentliche_Abstimmung_Afghanistan-Mandat.pdf  - ein Schelm, wer dahinter anderes als Krankheit oder noch wichtigere Termine vermutet.

Na, wie auch immer, nochmals größte Anerkennung den InitiatorInnen und den Mitwirkenden, das war eine klasse Aktion! - Verdrängen läßt sich damit allerdings nicht, daß bis auf wenige Ausnahmen die gleiche Solidarität gegenüber den
4 standhaften SitzenbleiberInnen um Sevim Dagdelen nach
der Peres-Kriegshetzrede
beim rassistischen Meinungsterror von BAK Shalom und dem adäquaten offenen Hetzbrief von 3 inquisitorischen evangolen Pfaffen gefehlt hat, besonders der Parteivorstand einschließlich Lothar Jiskyn, äh Jelzin, nein Lothar Bisky natürlich  hat sich hier jämmerlich verhalten!

Bernd Kudanek





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von Yossi Wolfson


[editiert: 27.02.10, 12:05 von bjk]
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bjk

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New PostErstellt: 27.02.10, 14:00  Betreff:  Halina Wawzyniaks Nachdenkphase vor dem Rausschmiß aus dem Bundestag  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: bjk
     
    Halina Wawzyniak sitzt übrigens ganz hinten in der letzten Reihe.
    ( ... ) es fehlten Gregor Gysi, Petra Pau, Thomas Nord, Katrin Senger-Schäfer



Quelle: Homepage von Katrin Senger-Schäfer, medienpolitische Pressesprecherin von DIE LINKE. Rheinland-Pfalz


... auf diesem Foto ist der Moment von Halina Wawzyniaks Nachdenkphase (
ganz hinten, letzte Reihe) noch deutlicher getroffen




... ich tue was Linke tun, Ungerechtigkeit bekämpfen!
von Yossi Wolfson


[editiert: 27.02.10, 14:02 von bjk]
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nicht grün
New PostErstellt: 27.02.10, 16:01  Betreff: Re: Halina Wawzyniaks Nachdenkphase vor dem Rausschmiß aus dem Bundestag  drucken  weiterempfehlen

Ulrike Winkelmann in der taz unter: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/braver-eklat-im-bundestag/

" Auch die Grünen stimmten nicht einheitlich: achtmal Ja, 21-mal Nein und 35 Enthaltungen. Künast begründete dies wie folgt: Die Unfähigkeit der Bundesregierung, den Auftrag zum zivilen Aufbau mit konkreten Plänen zu füllen, mache es den Grünen "sehr schwer, mit Ja zu stimmen".

Es war der Grünenpolitiker Christian Ströbele, der dann aufsprang und seiner Fraktionschefin die Show nachträglich stahl - und Partei für die Linke ergriff. "Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht", setzte er an, "aber ich fühle mich hier und heute und jetzt mehr und mehr unwohl." Die Linksfraktion habe nicht randaliert. "Was denken die Afghanen, wenn sie hören, dass Abgeordnete aus dem Saal geworfen werden, weil sie Schilder mit Namen der Opfer eines von Deutschen befohlenen Angriffs hochhalten?", fragte Ströbele rhetorisch. Eine weitere Debatte halte er für "unwürdig".

Künast war die Wut über Ströbeles Parteinahme deutlich anzusehen. Später vor dem Plenarsaal kündigte sie ihm vor Journalisten Ärger an: "Das wird eine Debatte geben", schnaubte sie. Ströbele verwies darauf, dass auch die Grünen früher mit "begrenzten Regelverletzungen" gearbeitet hätten. "So was könnten wir mal wieder machen", ergänzte er scherzhaft."
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jan helbig
New PostErstellt: 01.03.10, 17:38  Betreff: Re: Krieg schafft keinen Frieden - "Raus aus Afghanistan"-Demo in Berlin  drucken  weiterempfehlen

Liebig und Bartsch waren bei dieser Aktion nicht anwesend. Gysi ist in Lateinamerika. Auch bei Nord, Senger-Schäfer und Pau klingt das eher nach Unterstellung. Kann man bleiben lassen.

Warum Halina so dreiste Schutzbehauptungen aufstellt, verstehe wer will. Der JungenWelt Unsinn unterstellen und selbst nicht zu raffen, dass wenn Sie einräumt, 5 Minuten vorher Bescheid gewußt zu haben, Ihre desinteressierte Langeweile Fragen aufwirft. Besonders witzig: "Ich wollte noch was durcharbeiten". Wie blöd ist dass denn! Mittlerweile werden selbst die Sitzungspausen im Internet verfügbar gehalten und Halina war weder 5 Minuten vorher, noch während der Rede von Buchholz mit durcharbeiten beschäftigt. Mit Aufstehen auch nicht. Vielleicht haben aber Lügen einfach nur kurze Beine.

Aber der Liebig tönte in einer Mail im LV Berlin von der Aktion (und war nicht beteiligt und nicht im Saal) und suggeriert, er hätte diese Aktion unterstützt und befördert. Diese Janusköpfigkeit macht insbesondere sprachlos, wenn man sich die Parlaments-TV-Aufzeichnung der Peres-Rede anschaut. Entweder ist Michael Leutert Spiderman mit 270 Grad-Augen oder ein trautes Denuziantenpärchen in den hinteren Reihen hat die Sitzenbleiber gezählt und via FAS und Leutert angeschwärzt. Mit der dann gleichen dümmlichen Ausrede: Man habe keine Namen genannt.

Verstehe diesen Stil wer will. Aber solidarische Grüsse sollten die niemanden senden.




http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/od_player.html?singleton=true&content=511248
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bjk

Beiträge: 7339
Ort: Berlin


New PostErstellt: 05.03.10, 09:56  Betreff:  hat Halina ihren Blog wg. zuviel Kritik an ihrem Verhalten geschlossen?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: jan helbig
    Warum Halina so dreiste Schutzbehauptungen aufstellt, verstehe wer will. Der JungenWelt Unsinn unterstellen und selbst nicht zu raffen, dass wenn Sie einräumt, 5 Minuten vorher Bescheid gewußt zu haben, Ihre desinteressierte Langeweile Fragen aufwirft. Besonders witzig: "Ich wollte noch was durcharbeiten". Wie blöd ist dass denn!


... hat Halina ihren Blog wg. zuviel Kritik an ihrem Verhalten beim Kundus-Protest der LINKE-Fraktion im Bundestag geschlossen? Fast könnte mensch das annehmen, denn ihr letzter Blog-Eintrag war am 27. Februar, danach bis gestern nix mehr, heute heißt es in ihrem Blog nur noch: Error establishing a database connection

... es könnte aber auch ein Super-GAU ihres Providers sein, ähnlich dem meines Providers carookee, der im vergangenen Herbst fast 2 Monate ausgefallen ist und allein in meinem Forum alle in dieser Zeit geschriebenen Beiträge nicht mehr wiederherstellen konnte

... allerdings ist es seit PDS-Zeiten durchaus üblich, daß PDS-Foren oder PDS-geführte solid-Foren einfach vom Netz genommen wurden, wenn der Administration und der Berliner Parteispitze um Stefan Liebich & friends zu viele kritische Fragen gestellt wurden

... vor jedem Schließen der Foren wurde erst mal versucht, Kritiker wie bjk und andere, denen argumentativ im Sinne der vorgegebenen Parteidoktrin nicht beizukommen war, durch Sperren und/oder Account-Löschungen mundtot zu machen, was natürlich nicht gelingen konnte, deshalb wurden die Foren schließlich nach solchen vergeblichen Mundtotmachversuchen regelmäßig dicht gemacht.

Bernd Kudanek alias bjk





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von Yossi Wolfson


[editiert: 05.03.10, 09:57 von bjk]
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bjk

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New PostErstellt: 05.03.10, 16:25  Betreff: Re: hat Halina ihren Blog wg. zuviel Kritik an ihrem Verhalten geschlossen?  drucken  weiterempfehlen

    Zitat: bjk

    ... hat Halina ihren Blog wg. zuviel Kritik an ihrem Verhalten beim Kundus-Protest der LINKE-Fraktion im Bundestag geschlossen? Fast könnte mensch das annehmen, denn ihr letzter Blog-Eintrag war am 27. Februar, danach bis gestern nix mehr, heute heißt es in ihrem Blog nur noch: Error establishing a database connection

NEIN Halinas Blog ist wie Phoenix aus der Asche wiederauferstanden - allerdings stark versengt und mit kräftig gerupften bzw. gestutzten Rest-Federn


    Zitat: bjk

    ... es könnte aber auch ein Super-GAU ihres Providers sein, ähnlich dem meines Providers carookee, der im vergangenen Herbst fast 2 Monate ausgefallen ist und allein in meinem Forum alle in dieser Zeit geschriebenen Beiträge nicht mehr wiederherstellen konnte

KEIN GAU des Providers sondern radikale Zensur ihres Bundestagsbüros. Alle Beiträge zwischen dem 18. Februar und dem 3. März sowie sämtliche veröffentlichten UserInnen-Kommentare, sowohl kritische als auch solche von Hofschranzen wurden ersatz- und erklärungslos gelöscht. Die bisherige Kommentarfunktionsmöglichkeit wurde storniert.

    Zitat: bjk

    ... allerdings ist es seit PDS-Zeiten durchaus üblich, daß PDS-Foren oder PDS-geführte solid-Foren einfach vom Netz genommen wurden, wenn der Administration und der Berliner Parteispitze um Stefan Liebich & friends zu viele kritische Fragen gestellt wurden

Dieses stalinistische Doktrinierungs-Prinzip ist geblieben, nur hat die bekennende Antistalinistin Halina inzwischen dazugelernt, oder es ist ihr "nahegelegt" worden, und so ist nicht etwa ihre vorher offene Page komplett geschlossen sondern nur diejenigen Funktionen, die ihrem Image abträglich sein könnten, wie z. B. LeserInnen-Kommentare sind komplett dichtgemacht - künftig gibt's nur noch Selbstbeweihräucherndes from herself.

Gelebte Basisdemokratie ist anders! Dabei war Halinas Homepage-Konzept vom Ansatz her
bis zum 27. Februar durchaus konstruktiv und vielversprechend. Doch möglicherweise waren ihre BüromitarbeiterInnen ja schlicht überfordert, ihrer Chefin entsprechend zuzuarbeiten. Soll heißen, auf kritische UserInnen-Fragen wurde meist nicht geantwortet, schlüssige Gegenargumentation auf kritische LeserInnen-Komms gelang immer seltener, dafür wurden die Ablenkungsmanöver immer plumper und die Jubelbeiträge z. B. von "Clemens" immer alberner. Deshalb blieb nur noch die komplette Kastration als Notbremse. 

Also nix mit "Arsch in der
(Jeans-)Hose", schade eigentlich.

Bernd Kudanek alias bjk




... ich tue was Linke tun, Ungerechtigkeit bekämpfen!
von Yossi Wolfson


[editiert: 05.03.10, 16:32 von bjk]
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