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Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia

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Anna_kl
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Ort: Namibia



New PostErstellt: 11.03.08, 14:12  Betreff: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  Thema drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ich habe diese Anfrage hier als PN bekommen, aber ich denke, die Antworten sind vielleicht auch für ein paar andere Leute interessant, also setze ich das mal hier rein.

    Zitat: Andrea
    Meine Mann reist hin und wieder als Reisebegleiter mit Gruppen durch Namibia.
Dann kennt er sich ja aus. Wenn er das öfter macht, hat er sicher schon einiges an Informationen gesammelt.

    Zitat: Andrea
    Ich kann hingegen nicht mitreden, da meine 2 einzigen Besuche auf diesem Kontinent in Südafrika waren.
Da sind viele Dinge anders als Namibia, auch wenn es einige Übereinstimmungen gibt. Und wenn man das Land nur als Tourist und nur von zwei Besuchen kennt, werden da auch noch Überraschungen auf Dich zukommen.

Aber das Land hat Dich so begeistert, daß Du gern dahin auswandern möchtest? Was hat Dich begeistert? Nur so aus Neugierde gefragt. Was erwartest Du in Südafrika oder Namibia, wenn Du dahin auswanderst?

    Zitat: Andrea
    Daher haben mich Deine Texte sehr interessiert, da Du scheinbar sehr positiv von Namibia angetan bist.
Nicht nur scheinbar. Namibia ist ein wunderbares Land zum Leben, ruhig, friedlich, gelassen. Die Menschen sind freundlich, und dem Land geht es verglichen mit dem Rest von Afrika vergleichsweise gut, weshalb es jetzt auch von der Liste der "bedürftigen" Länder Afrikas gestrichen wurde. Einerseits gut, andererseits nicht so, weil dadurch natürlich finanzielle Hilfen wegfallen. Aber es ist eben ein Zeichen dafür, daß Namibia relativ gut dasteht.

    Zitat: Andrea
    Wir haben etwas Schwierigkeiten, von hier aus gute Immobilien zu finden, die sich als Guesthouses umgestalten lassen.
Praktisch alle südafrikanischen Makler haben Internetseiten. Die großen sind "Pam Golding" und "Seeff", aber es gibt auch noch andere. Such einfach mal im Google nach "estate agent south africa" oder "estate agent namibia". Oder auch "property sale" mit dem entsprechenden Land dahinter.

    Zitat: Andrea
    Wie teuer ist das Leben in Namibia denn?
Das kommt darauf an, wie Du leben willst. Wenn Du leben willst wie in Europa, wird es teuer. Importwaren sind sehr teuer, also Lebensmittel (Konserven) aus Europa. Häuser sind billiger, da kann man schon etwas für 3.000 Namibia Dollar bekommen, das sind etwa 300 Euro. So ein Haus hat dann zwei Schlafzimmer (bedrooms) und einen großen Aufenthaltsraum, vielleicht auch einen kleinen Garten.

Für jedes Schlafzimmer (hier werden immer nur die Schlafzimmer gezählt, da mußt Du dann immer noch einen Aufenthaltsraum dazurechnen) mehr zahlst Du mehr, kommt aber auf die Qualität des Hauses an. Ob es alt oder neu ist, in einem abgeschlossenen Areal liegt oder einzeln usw. Das ist wie bei uns. So 6.000-10.000 Namibia Dollar muß man schon für ein Haus rechnen, wenn man mehr als drei Zimmer will.

Namibia Dollar und südafrikanischer Rand ist quasi dasselbe, die haben denselben Kurs, sind aneinander gekoppelt. Der Kurs ist zur Zeit enorm hoch. Für einen Euro bekommt man 12 Rand/Namibia Dollar. Aber ob der so hoch bleibt, das ist die Frage, das liegt an der momentanen Politik in Südafrika und an den Stromproblemen, die sie haben. Darüber habe ich ja schon berichtet.

Angestellte sind hingegen sehr, sehr billig. Ein Gärtner oder eine Haushaltshilfe bekommt gerade einmal ein paar Euro am Tag (am Tag, nicht in der Stunde). Ein Sicherheitsmann verdient 2 Namibia Dollar die Stunde, das sind 20 Euro-Cent.

    Zitat: Andrea
    Du sprachst von hohen Internetkosten. Wie hoch ist hoch?
Kommt wiederum darauf an, was Du willst. Mit den Leitungen, wie Du sie von Europa gewöhnt bist, kannst Du hier nicht rechnen. Normal ist vielleicht DSL mit 256k. Wenn Du eine schnellere Verbindung willst, wird es sehr teuer, aber für die 256k sind die Preise jetzt gefallen, das kostet noch so um die 40 Euro, also das ist nicht unbedingt teuer. Allerdings ist das immer begrenzt, also z.B. kannst Du dafür nicht unbegrenzt surfen, sondern so 1 GB. Für jedes GB mehr mußt Du extra bezahlen.

Eine richtig schnelle Leitung (so 1.000k) kostet um die 1.000 Namibia-Dollar im Monat. Da sind dann 5-9 GB enthalten. Für jedes GB mehr mußt Du auch da bezahlen. Unbegrenzt gibt es nicht, also Flatrates existieren in Namibia noch nicht.

In Südafrika ist es allerdings billiger, da müßten die Südafrika-Leute was dazu sagen, da kenne ich mich nicht aus.

Du kannst Dir den aktuellen Stand der Telecom von Namibia hier herunterladen: www.telecom.na/
Das ist eine PDF-Broschüre (broadband, also DSL), die kannst Du dann in Ruhe anschauen.
Außer der Telecom gibt es in Namibia noch MWEB seit letztem Jahr, die bieten Verbindungen über WiMax an, sind aber auch nicht billiger. Und wir haben mit MWEB keine guten Erfahrungen gemacht, was den Service betrifft. Deshalb würde ich das nicht empfehlen. Da da im Moment viele Kunden abspringen und zur Telecom gehen, kann es auch sein, daß es MWEB nächstes Jahr gar nicht mehr gibt. Allerdings war es gut, daß MWEB hier angefangen hat, denn dadurch sind die Preise bei der Telecom gefallen und sie haben DSL vorangetrieben. Ohne MWEB ist da vorher nicht viel passiert.

    Zitat: Andrea
    Gibt es nicht schon wahnsinnig viele Guesthouses? Ist dort überhaupt Bedarf?
Es gibt auf jeden Fall schon viele Guesthouses, aber wo da Bedarf besteht, das kommt auf die Gegend an. Für die Zeit der Fußball-WM 2010 in Südafrika gibt es immer noch viel zu wenige Betten in Südafrika in der Nähe der Fußballstadien, aber nach der Fußball-WM werden die Betten dann nicht mehr gebraucht. Während der WM werden sie ausgebucht sein, einige Leute werden auch nach Namibia ausweichen, denn von hier gibt es regelmäßige Flüge nach Südafrika, mehrmals am Tag und recht preiswert.

Aber zu Guesthouses kann ich Dir wenig sagen, denn ich betreibe keins. Ich weiß nicht, wo da Bedarf besteht, in Südafrika schon mal gar nicht. Hier in Namibia gibt es den größten Bedarf da, wo viele Touristen sind, also am Meer, in Swakopmund und Umgebung, und in Windhoek, wo viele bei Ankunft oder vor dem Abflug eine Nacht übernachten. Die meisten Touristen in Namibia fahren herum, bleiben also kaum länger als eine Nacht in einem Guesthouse oder auf einer Campsite. Camping ist die am meisten genutzte Art, in Namibia herumzureisen, jedes Guesthouse und jede Guestfarm und jede Lodge hat auch Campingplätze, das muß sein, weil die meisten Touristen in Namibia nicht in festen Häusern übernachten wollen.

Zu Südafrika kann ich da nichts sagen, da muß man die Südafrikaleute fragen. Das ist auf jeden Fall anders als in Namibia. In Südafrika bleiben die Touristen auch mal länger an einem Ort, soweit ich weiß. Aber in Namibia gibt es kaum Städte, und wenn, sind sie sehr klein, da lohnt das Bleiben nicht.

Die Hauptstadt Windhoek ist jetzt auch nicht sehr attraktiv. Leider wurden viele der alten Bauten abgerissen und durch neue, häßliche Hochhäuser ersetzt. Der Fortschritt hat halt auch hier Einzug gehalten.

Viele Grüße
Anna


[editiert: 11.03.08, 20:12 von Anna_kl]
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Anna_kl
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New PostErstellt: 11.03.08, 20:10  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

    Zitat: Andrea
    Also nach Südafrika kommen ist für mich ein "Heimkommensgefühl" gewesen. Mir
    gefallen die Leute und die Kultur . Meine Tochter hat 1 Jahr in einem
    Township in Pietersburg gelebt
Wow! In einem schwarzen Township? Das würde ich mich glaube ich so einfach nicht trauen als Weiße. Vor allem nicht in Südafrika. Hier in Namibia sind die Leute ja friedlich. Aber in Südafrika sind viele doch sehr aggressiv, vor allem in Jo’burg. Das wäre mir echt zu gefährlich. Ich gehe hier in Windhoek auch nicht allein nach Katutura (das ist das Schwarzenviertel hier). Höchstens in Begleitung von schwarzen Freunden. Und dann gibt es ja auch noch die Farbigen. Die leben hier in Windhoek im Viertel Khomasdal, aber sie orientieren sich eher an den Weißen, mit den Schwarzen haben sie eigentlich nichts zu tun. Und die Schwarzen mögen die Farbigen auch nicht so richtig.

    Zitat: Andrea
    Der Freund ist aber wegen der schlechten Schulen und der Kriminalität seit
    diesem Jahr mit seiner Familie wieder in Belgien. Das macht einen natürlich
    nachdenklich. Auch das Gerücht von Enteignungen und nicht "sauberen"
    Hausverkäufen machen mir Sorgen. Anzahlungen, die einfach einbehalten
    werden. Oder ist das ein Gerücht?
Keine Ahnung. Ich kenne Südafrika nicht. Aber natürlich ist man in einem fremden Land immer ein gefundenes Fressen für Betrüger, da muß man schon aufpassen. Hier in Namibia halten wir uns deshalb an die Deutschen, die Deutsch-Namibier, die hier schon im 19. Jahrhundert eingewandert sind und hier schon in der 4.Generation leben. Die sind alle sehr ehrlich und hilfsbereit.

Aber in Südafrika sind ja hauptsächlich die Buren, und von denen halten wir uns lieber fern, die meisten sind furchtbar arrogant. Denen würde ich nicht trauen. Und wie die Deutschen in Südafrika sind, weiß ich auch nicht. Ich habe von einer Deutschen, die jetzt seit Jahren in Südafrika lebt, gehört, daß sie sich von den Deutschen in Südafrika auch lieber fernhält, die scheinen nicht so nett zu sein wie die Namibiadeutschen.

    Zitat: Andrea
    Die Wärme in Namibia, die vor allem trocken ist würden meinen Knochen guttun.
Ganz bestimmt. Meine Arthritis in den Knien ist viel besser geworden, seit ich hier bin. Allerdings regnet es im Moment ununterbrochen.

    Zitat: Andrea
    Die Ärzte sollen ja gut sein in Namibia, aber gibt es auch gute
    Krankenversicherungen?
Bisher habe ich noch keine Versicherung gebraucht. Ich zahle die Ärzte immer bar, das ist billiger als jede Versicherung. Es gibt aber durchaus Krankenversicherungen hier. Private Versicherungen kann man jederzeit abschließen. Eine staatliche Versicherung gibt es natürlich nicht.

    Zitat: Andrea
    Kommt man an seine Medikamente ran?
Es gibt jede Menge Apotheken und Ärzte. Besorgen kann man alles.

    Zitat: Andrea
    Wenn, dann möchten wir ein Haus kaufen.
Warum nicht erst einmal mieten? Für ein Jahr zum Beispiel. Und in der Zeit dann nach einem Haus suchen, das man kaufen will und sich richtig einleben?

    Zitat: Andrea
    Wir müssten dann kaufen, weil wir von den Einkünften eines B&B teilweise den Unterhalt bestreeiten müssten. Mein Mann hat vielleicht 3 x im Jahr, wenn es hochkommt, 3-wöchige Reisen, die er führt. Aber ohne Einkommen wüsste ich nicht, wie wir leben sollten. Oder kann man in Namibia auch gute Arbeit finden. Da ich ja vor allem einen künstlerischen Beruf habe, nämlich Gartenarchitektin, ein Luxusberuf und sicherlich nicht gefragt in Namibia, sehe ich da wenig Chancen. Was meinst Du?
Wollt Ihr nun nach Südafrika oder nach Namibia? Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel.

Wenn Ihr genügend Geld habt, ein B&B zu kaufen, ist es durchaus möglich, daß Ihr in Namibia eine "Permanent Residence" bekommt, auch wenn es nie sicher ist. Ihr braucht einen Namibier oder am besten mehrere, die Euch eine Empfehlung geben. Wie viele Namibier kennt Ihr?

Arbeit ist in Namibia Mangelware, deshalb gibt die namibische Regierung ungern Arbeitsgenehmigungen an Ausländer, aber wenn Ihr genügend Geld habt (2,5 Mio Rand) und die Genehmigung habt, könnt Ihr jede Art von Geschäft aufmachen. Bedarf ist da schon, insbesondere in technischen Berufen oder als Buchhalter, die werden immer gesucht. Auch Tourismus ist eine wachsende Sparte.

Gartengestaltung machen die Schwarzen für 5 Euro am Tag, ich glaube nicht, daß Du für das Geld arbeiten möchtest. Wenn Du aber ein eigenes Gartencenter aufmachst, könnte das schon etwas einbringen, denn Leute mit großen Gärten, die gepflegt werden müssen, gibt es viele. Die haben auch durchaus Geld.

Lieben Gruß
Anna


[editiert: 11.03.08, 20:57 von schoolar]
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Andrea C.
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New PostErstellt: 12.03.08, 10:00  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ich glaube, eben ist meine Antwort verschwunden. Also ich wollte nochmal klären, was man als Gartenarchitekt so macht. Wie ein Ingenieur erstellt er per Computer Zeichnungen von Entwürfen einens Gartens oder Sport- oder Spielplatzes. Schulhöfe oder sonstige öffentliche Anlagen. Auch Pflanzplänre gehören zur Aufgabe des Gartenarchitekten. Nur gibt er durch die gestalterische Arbeit seine persönliche Note hinzu. Ein Luxusberuf, denn designen lassen sich wenige noch einen Garten. Komunen schon eher, aber da gelangt das Geld auch nicht mehr dahin, wo es benötigt wird und für Luxus haben die meisten Städte auch kein Geld mehr übrig und machen alles sel´ber, was hinterher meist auch an den Objekten zu sehen ist.
Mit der Gartenarbeit an sich haben Gartenarchitekten nur insofern zu tun, dass ie diese hinterher auf Anfrage und gegen Bezahlung auch Baustellen überwachen, sodass nicht unnötig Geld verschwendet wird und keine Tricksereien passieren bei der Herstellung von Pflasterflächen, Fundamenten etc.
Du siehst, dass das nicht gerade der optimale Beruf in Namibia ist.
Aber mit einem Zusatzeinkommen durch B&B vielleicht machbar.
Darum auch die Notwendigkeit zum Kauf einer Immobilie.
Oder siehst Du das anders?


[editiert: 12.03.08, 15:06 von schoolar]
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Anna_kl
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New PostErstellt: 12.03.08, 10:15  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hallo Andrea,

ich habe mich ehrlich gesagt mit dieser Problematik noch nie beschäftigt. Es wird aber wahnsinnig viel gebaut in Windhoek (auch in Swakopmund, wie ich letztens gesehen habe, als ich da war) und wenn es eins genug gibt in Namibia, dann ist das Land. Somit sind die Gärten hier also mehr kleine Parks, und jedes neu gebaute Haus braucht natürlich jemand, der das anlegt (sofern es Hausherr oder Hausfrau nicht selbst machen), also ich könnte mir schon vorstellen, daß Du da Kunden findest. Ich käme da auch in Frage. Denn unser Garten ist zwar groß, aber eigentlich noch halb wild. Der ursprüngliche Besitzer des Hauses hat da einfach nur den Teil abtragen lassen, den er für das Haus brauchte, der Rest ist noch Savanne. Das würde ich gern mal umgestalten (auch wenn es nett ist, das wilde Namibia direkt am Haus zu haben , besonders wegen der Tiere, die da rumspazieren).

Namibia ist im Aufbau und im Aufschwung, und die Leute hier haben erstaunlich viel Geld, die Weißen und die Farbigen zumindest, die Schwarzen weniger. Aber auch da gibt es recht wohlhabende Leute. Ich bin vor ein paar Tagen mal hier durch die neu gebauten Stadtviertel gefahren, und dort leben sehr viele Schwarze in sehr schmucken Häusern mit einem großen Auto vor der Tür. Also die Zeiten, als alle Schwarzen arm waren, sind vorbei. Es gibt zwar noch immer mehr Schwarze, die arm sind, als Weiße oder Farbige, aber das ändert sich rasant. Was ja auch gut ist. Schließlich ist Namibia ein schwarzes Land.

Schwarze legen allerdings keinen großen Wert auf Gartenarchitektur, würde ich mal sagen. Aber vielleicht ändert sich auch da etwas.

Wenn Du eine Lodge oder eine Guestfarm betreiben willst, kannst Du dort aber alles so gestalten, wie Du möchtest. Und die Gäste werden es sicherlich honorieren. Es kommt halt darauf an, was Ihr machen wollt. B&B kannst Du nur in der Stadt machen, aber eine Guestfarm oder Lodge inkl. Campsite kannst Du natürlich überall im Land machen, z.B. in der Nähe vom Etosha-Nationalpark, da kommen immer viele Leute hin.

Farmen oder Lodges kann man auch pachten, also Ihr müßt nicht gleich etwas kaufen. Eine Farm zu pachten ist sicherlich wesentlich billiger als etwas in der Stadt zu machen. Aber kaufen geht natürlich auch. Die Familie Mey aus Thüringen hat beispielsweise ein Restcamp in der Nähe von Swakopmund aufgemacht, die haben da ein kleines Stück Land, so 11 Hektar glaube ich, gekauft und dann alles selbst darauf gebaut. Jetzt vermieten sie an Touristen. Ist sehr nett dort, und da alle Welt zu Weihnachten, wenn die großen Sommerferien hier in Namibia sind, ans Meer fährt, sind sie dann auch ausgebucht.

    Zitat: Andrea
    Hier nochmal ein paar Infos bezüglich des Aufenthalts meiner Tochter im Township:
    Ja, bin auf meine Tochter ganz stolz. Als wir sie abholten erfuhren wir erst, was sie dort alles erlebt hat. 1 Mord beim Nachbarn, 1 Messerangriff vor der Haustür. Glücklicherweise wussten wir das alles vorher nicht und hat die "Mutter" sie eindringlich vor allem gewarnt und sie nie ohne Begleitung rausgelassen und immer nur mit einem Maxi-Taxi fahren lassen, wo sie den Fahrer kannte.
    Obwohl ich mir vorstellen kann, das die Begleitung von ihrer "kleinen Schwester" auch nicht gerade viel helfen würde bei einem Angriff.
    Trotzdem eine mutige Entscheidung von ihr, das durchzuziehen. Und sie war glücklich da und hat viele Freunde gewonnen, die sie auch hier in Deutschland schon besuchten. Darunter nur "Schwarze" und "Colourds". Mit den Buren hatte sie weniger Kontakt, schon allein weil sie ja abseits der Schule in diesem Township wohnte, allerdings nicht in einem "Tinhouse" sondern in einer etwas besseren Ecke mit Steinhäusern und meistens fliessendem Wasser und Strom.
    Als wir uns kurz vor Ablauf der Zeit dort anmeldeten, hat die "Mutter" noch schnell das Grundstück mit einem Zaun einfrieden lassen, um uns nachträglich nicht zu beunruhigen....
    Die Herzlichkeit und die Fröhlichkeit der Menschen haben das Negative aber überdeckt.
Das ist natürlich typisch Südafrika. In Namibia gibt es solche Kriminalität in den Schwarzenvierteln nicht. Aber dennoch fällt man als Weißer halt sehr auf, und wenn man nicht beraubt werden will, einfach weil das jemandem so einfällt, weil man weiß ist, dann sollte man etwas vorsichtig sein. Dennoch besuchen wir unsere schwarzen Freunde natürlich in Katutura, nur nicht gerade allein und abends, wenn es dunkel ist. Man muß es ja auch nicht herausfordern. In einem Township in Südafrika würde ich mich aber auch tagsüber vielleicht nicht aufhalten. Ich weiß nicht, ich war da noch nie, vielleicht gewöhnt man sich daran, wenn man da ist.

Wie man allerdings als Weiße in ein Township gerät, ist mir immer noch nicht klar. Warum hat sie im Township gewohnt und nicht woanders? Als wir hier in Windhoek nach einem Haus gesucht haben, wäre kein Makler auf die Idee gekommen, uns ein Haus in Katutura anzubieten. Das kommt gar nicht vor. Und dabei gibt es auch in Katutura durchaus große und schöne Häuser, aber eben für Schwarze, nicht für Weiße. Die Schwarzen wären auch sehr irritiert, wenn man da wohnen wollte.

Liebe Grüße
Anna





[editiert: 12.03.08, 10:32 von Anna_kl]
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Andrea C.
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New PostErstellt: 12.03.08, 10:40  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Tja, das war ein Schüleraustausch und auf die Gastfamilie hatte man ja keinen Einfluß. Aber meine Tochter war eigentlich froh, bei dieser Familie zu sein. Ein Frauenhaushalt mit 2 Töchtern mit Mutter und Oma. Zuerst war meine Tochter auch noch in einer fast ganz "schwarzen" Schule eingeteilt, was die Gastmutter aber gerade noch verhindern konnte, da dort einige Weisse schon erhebliche Probleme hatten. Später erzählten mir die Freunde von meiner Tochter, dass sie "schwärzer" sei, als mancher Schwarze, was ich als Kompliment aufgefasst habe. Gemeint war auch der Slang, den sie drauf hatte.
Südafrika macht mir aus diesen Erfahrungen heraus auch ein wenig Angst. Ich weiss zwar, was man nicht machen sollte und wie man sich verhält, aber es kann ja trotzsdem schief gehen.
So habe ich eigentlich eher meine Wahl auf Namibia gesetzt. Obwohl ich selbst noch nie da war. Aber Afrika muss es sein, denn andere Länder scliesse ich aus. Nach allen Erzählungen und Abwägungen scheint mir dieses Land für uns geeignet. Ausserdem möchte mein Mann, der schon mehrfach dort war, auch gerne nach Namibia. Ich würde aber vorher noch ein- einige Male dorthin fahren, um sicher zu gehen, dass ich dort leben könnte.
Unsere Pläne ziehen sich in die Länge, aber viele Dinge müssen noch geregelt werden und mit der Ausbildung der Töchter die jetzt ansteht habe ich natürlich auch Angst, dass die Töchter nicht nachreisen dürfen, falls sie nicht sowieso in Deutschland bleiben wollen.

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Anna_kl
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New PostErstellt: 12.03.08, 10:58  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

    Zitat: Andrea C.
    Tja, das war ein Schüleraustausch und auf die Gastfamilie hatte man ja keinen Einfluß. Aber meine Tochter war eigentlich froh, bei dieser Familie zu sein. Ein Frauenhaushalt mit 2 Töchtern mit Mutter und Oma.
Fast alle schwarzen Familien bestehen nur aus Frauen. Schwarze Männer interessieren sich nicht sonderlich für ihre Kinder. Die meisten kümmern sich nicht darum und gehen dann einfach, wenn sie keine Lust mehr haben, lassen Frau und Kinder im Stich.

    Zitat: Andrea C.
    Zuerst war meine Tochter auch noch in einer fast ganz "schwarzen" Schule eingeteilt, was die Gastmutter aber gerade noch verhindern konnte, da dort einige Weisse schon erhebliche Probleme hatten. Später erzählten mir die Freunde von meiner Tochter, dass sie "schwärzer" sei, als mancher Schwarze, was ich als Kompliment aufgefasst habe. Gemeint war auch der Slang, den sie drauf hatte.
Den sollte sie sich aber schnell wieder abgewöhnen, der ist grauenhaft. Und vor allem Weiße würden da sehr irritiert reagieren, wenn sie so spricht. Wenn sie mit dem Slang einen Job sucht ...

Ja, das mit dem "schwärzer als die Schwarzen", das verstehe ich. Das sind wir im Prinzip auch, weil wir nicht im Apartheid-System aufgewachsen sind. Das heißt, für uns zählt die Hautfarbe nicht, wir schauen auf den Menschen. Das ist für viele, die hier aufgewachsen sind, noch schwierig, da zählt immer zuerst die Hautfarbe.

Darauf muß man allerdings auch Rücksicht nehmen. Man muß sich an die Kultur anpassen, und Apartheid und Rassismus ist nun mal immer noch ein Thema. Eine schwarze Freundin von uns lacht immer, wenn wir uns darüber aufregen, daß die Buren Schwarze oder Farbige wie den letzten Dreck behandeln. Sie sagt: "Take it easy. I just take it as it is." Sie regt sich nicht über Rassismus auf, sie kennt das ihr ganzes Leben lang. Aber wir kennen das eben nicht, und ich rege mich immer furchtbar auf, wenn ein Weißer herablassend zu Schwarzen ist.

    Zitat: Andrea C.
    Südafrika macht mir aus diesen Erfahrungen heraus auch ein wenig Angst. Ich weiss zwar, was man nicht machen sollte und wie man sich verhält, aber es kann ja trotzsdem schief gehen.
Du kannst Dich verhalten, wie Du willst. Auch wenn Du alles richtig machst, die Aggression von vielen Schwarzen den Weißen in Südafrika gegenüber ist so groß in manchen Gebieten ... Was ich auch verstehen kann, wenn ich mir die Buren so anschaue. Die halten sich für die absolute Herrenrasse. Dagegen war Hitler ein Softie.

Wie sich Südafrika entwickeln wird, kann man wirklich nicht sagen. Aber es gibt natürlich auch Gegenden in Südafrika, wo man in Ruhe leben kann, so ist es nicht. Die Aggressionen spielen sich meist in den Städten ab, in den Townships, in Joburg vor allem. Das wird ja auch "Gangsta's Paradise" genannt.

Wenn man aufs Land zieht, merkt man davon unter Umständen gar nichts und lebt ganz gemütlich auf seiner Farm oder Lodge.

    Zitat: Andrea C.
    So habe ich eigentlich eher meine Wahl auf Namibia gesetzt.
Namibia ist wirklich friedlich, das kann ich bestätigen. Die Leute hier sind ausgesprochen ruhig. Liegt sicherlich auch daran, daß die Deutschen hier nie solche Rassisten und Faschisten waren wie die Buren in Südafrika. Die Deutschen in Namibia haben immer versucht, die Schwarzen und Farbigen anständig zu behandeln, die haben eher das friedliche Zusammenleben gesucht als die Konfrontation. Wenn Südafrika in Namibia nicht auch Townships eingerichtet hätte mit Zwang, hätten die Deutschen hier das nie getan. Die wären gar nicht auf den Gedanken gekommen. Die Deutschen haben sich auch gegen viele Gesetze aus Südafrika gewehrt und die einfach nicht durchgeführt und die Schwarzen einfach normal menschlich behandelt. Dadurch gibt es hier nicht so viele Aggressionen. Die Deutschen sind bei den Schwarzen sehr angesehen. Die Buren nicht.

    Zitat: Andrea C.
    Ich würde aber vorher noch ein- einige Male dorthin fahren, um sicher zu gehen, dass ich dort leben könnte.
Das ist auf jeden Fall ratsam. Soviel wie möglich.

Liebe Grüße
Anna





[editiert: 12.03.08, 10:58 von Anna_kl]
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Anna_kl
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New PostErstellt: 14.03.08, 08:20  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

    Zitat: Anna_kl
    Wie viele Namibier kennt Ihr?
      Zitat: Andrea C.
      Ich kenne keine, nur mein Mann hat natürlich Kontakte zu Einheimischen. Alles Leute, mit denen er die Resien organisiert.
      Sind vielleicht 3-4, aber sicher bin ich nicht.
Wenn Ihr bereits einige Namibier kennt, wie Du schreibst, ist eine Empfehlung ja kein Problem (es sollten aber geborene Namibier sein, möglichst schwarze, aber das muß nicht sein). Eure namibischen Freunde müssen dann auch 5.000 Dollar für Euch garantieren, falls Ihr wieder das Land verlassen müßt und kein Geld habt, aber das ist ja kein Problem.

Liebe Grüße
Anna



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New PostErstellt: 14.03.08, 18:30  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hallo Anna,
da bin ich wieder. Vielen Dank für die Adressen von Immobilienmaklern.
Nun müssen wir allerdings ersteinmal der Reihe nach beginnen und nicht das Pferd von hinten aufzäumen. Nachher finden wir noch etwas das uns gefällt und dann kommt der Rest nicht in Ordnung. Das würde mich wahnsinnig ärgern.
So müssen wir hier erst noch Brücken aller Art abbauen wie Hausverkauf, Betrieb veräussern etc..
Weisst Du, ob es da Checklisten gibt, an was so alles gedacht werden muß?
So zum Beispiel Versicherungen kündigen und evtl neue machen, Bankgeschichten, Hausverkauf und auch was zu tun ist für die Namibiaauswanderung selbst? Könnte ja sein, dass einer sich mal damit auseinandergesetzt hat.
Klingt so, als sei ich zu faul nachzudenken, aber es soll mehr als Stütze dienen, damit ich nicht was wichtiges vergesse.
Die Reihenfolge wäre auch wichtig was die Einwanderung betrifft.
Vielleicht hast Du ja da einen Beitrag gelesen, den ich noch nicht gesehen habe, hier im Forum. Oder hast Dir selbst schon eine Checkliste gemacht?
Wäre interessant
Liebe Grüße
Andrea

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New PostErstellt: 14.03.08, 18:52  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ich würde damit beginnen, die Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitsgenehmigung zu beantragen, das kann nämlich lange dauern. Gleichzeitig könnt Ihr ja nach einem Käufer fürs Haus suchen. Ich denke, das sind die beiden wichtigsten Sachen, denn alles andere ist davon abhängig, daß Ihr die Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis bekommt. Eine Arbeitserlaubnis ist sehr schwer zu bekommen in Namibia, die geben sie Ausländern nicht gern (außer Ihr wärt Chinesen, aber das ist wieder ein anderes Thema).

Eine Bekannte von mir hat mit ihrem Mann für das Ganze fünf Monate gebraucht, das halte ich aber für sehr, sehr schnell. Erstens bekommt man die Aufenthaltsgenehmigung oft nicht so schnell und zweitens ist es manchmal auch schwierig mit Hausverkäufen. Insofern würde ich erst einmal schauen, daß ich die Aufenthaltsgenehmigung und Arbeitsgenehmigung bekomme. Ohne das hat es ja keinen Sinn.

Wenn Ihr das nächste Mal in Namibia seid, geht zum Innenministerium (Ministry of Home Affairs) hier in Windhoek und beantragt das. Ihr könnt Euch die Unterlagen von der namibischen Botschaft in Berlin schon vorher zuschicken lassen und ausfüllen, die nehmt Ihr dann mit und reicht sie in Namibia ein. Ihr müßt Euch untersuchen lassen usw., das dauert auch noch eine Weile, zu den Ärzten, dann braucht Ihr Bescheinigungen von der Bank, daß Ihr mindestens 250.000 Euro auf dem Konto habt, und Ihr müßt jeden Monat einen Kontoauszug nach Windhoek schicken, daß das Geld immer noch da ist usw.

Also holt Euch erst mal die Unterlagen von der Botschaft aus Berlin und füllt die aus, seht, was Ihr alles machen müßt. Alles andere kommt dann später.

Lieben Gruß
Anna
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Andrea C.
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New PostErstellt: 14.03.08, 18:58  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ach, nochmal zu meinen Gründen warum ich Deutschland verlassen möchte an der Hand einer Umfrage hier aus dem Forum:

1) 2000 "Hier hat man keine richtige Zukunft mehr".

finde ich teilweise leider auch. Man arbeitet sich krumm für die Steuer und die Mittelschicht schwindet. Die Reichen werden reicher und die Mittelschicht verarmt.

(2) 1380 "Ich will noch mal neu anfangen..."

Auch das finde ich zutreffend für mich. Möchte mich mal beweisen und selbst was auf die Beine stellen.

(3) 1300 "Viel Sonne und eine höhere Lebensqualität."

Ja, das täte meinen Knochen gut. Hier regnet es zu viel und ist zu feuchtkalt.

(4) 1250 "Hier ist alles irgendwie festgefahren."

Nee, nicht wirklich, aber für manche sicherlich.

(5) 840 "Neue Menschen und Aufgaben reizen mich."

Ja, ich liebe neue Kontakte und die Deutschen werden immer in sich gekehrter, was schade ist. Keiner ist wirklich noch zufrieden. Das nervt.

(6) 800 "Mir stinkt die alte Heimat einfach."

Nein, definitiv nicht. Nur herrscht hier ein Frust der einem die Laune verdirbt. Meine Heimat liebe ich nach wie vor.

(7) 620 "Ein Häuschen unter Palmen, viel Sonne..."

Muss nicht, nur Sonne schon, das legt Glückshormone frei

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Anna_kl
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Ort: Namibia



New PostErstellt: 14.03.08, 19:17  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Im Moment (und schon eine ganze Weile) ist es äußerst naß hier in Namibia, ich glaube, ich erwähnte es schon. Allerdings ist es hier immer noch anders, wenn es naß ist, als bei uns in Europa.

Ich liebe meine Heimat auch, ich bin Deutsche, und das werde ich immer bleiben, ich habe auch gar nichts dagegen, aber ich möchte eine fröhliche, optimistische Deutsche sein, die offen auf Menschen zugeht, und kein verbiesterter Jammerlappen, der in allem nur das Schlechte sieht. Das hat mich an Deutschland am meisten gestört.

Ansonsten könnte man gut in Deutschland leben, aber diese zusammengekniffenen Lippen und die ungerechten Steuern – wer arbeitet, wird bestraft, wer auf der faulen Haut liegt, wird belohnt –, das hat mich vertrieben.

Gruß
Anna



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herbert grevelhörster
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New PostErstellt: 17.03.08, 10:27  Betreff: Andreaa C.  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hallo Andrea!

Ich habe gelesen das Du im Bereich Gartenarchitektur arbeiten möchtest.
Ich habe Kenntnis von einem Produkt mit internationalem Patent
welches in Deinem Tätigkeitsbereich von großem Nutzen ist.
Dieses Produkt möchten wir in ZA und gerne auch in Namibia
verkaufen.
Wenn Du weitere Informationen wünscht erwarte ich gerne Deine Nachricht.
2009 möchte ich mit meiner Frau nach ZA auswandern.
Vorher aber die Auswanderung gut vorbereiten und auch noch
englisch lernen.
Viel Glück und Erfolg in der neuen Heimat wünschen Tanja+Herbert
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schoolar

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New PostErstellt: 17.03.08, 11:14  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Mal abgesehen davon, daß ich Dein Posting als stark grenzwertig in Richtung Schleichwerbung sehe: Wie soll Dich jemand kontaktieren, wenn Du hier gar nicht registriert bist?!

Gruß,

Thomas

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Anna_kl
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New PostErstellt: 17.03.08, 12:03  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Tja, "grenzwertig" ist stark untertrieben. Aber wie Du sagst: Andrea kann ihn sowieso nicht kontaktieren, und wenn er erst noch Englisch lernen muß, wird seine eigene Auswanderung wohl auch noch eine Weile dauern. Mann, Mann, Mann. Ist ja nicht unbedingt viel los hier im Forum, aber solche Leute finden es immer ...

Im übrigen gibt es hier in Namibia fast alles zu kaufen, was man für den Garten so braucht. Ich glaube nicht, daß man da mit einem "Produkt mit internationalem Patent" noch so viel Neues bringt und viele Käufer anlockt.




[editiert: 17.03.08, 12:05 von Anna_kl]
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Andrea C.
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New PostErstellt: 17.03.08, 19:43  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Tja, eigentlich habe ich nur geschrieben, das ich den Beruf studiert habe. Ich mache mir ja gar keine Hoffnungen darauf, ihn in Namibia auszuüben. Wäre natürlich immer schön, wenn der eigene Beruf gefragt ist im auserkorenen Land. Nur glaube ich nicht daran, da die Natur alleine schon so überwältigend ist, dass man für Architektur sicherlich kein Auge mehr findet.

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schoolar

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New PostErstellt: 18.03.08, 08:39  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Also ich weiß von meinen Besuchen in Südafrika, daß Landschaftsarchitektur dort sehr gefragt ist. Die Leute wollen halt ihre üppigen Grundstücke nicht einfach nur mit Rasen bepflanzen, sondern richtige kleine 'Lustgärten' darin angelegt haben... Von diesem Gedanken solltest Du also nicht völlig ablassen; mach' Dich doch einfach mal in den einschlägigen Jobbörsen schlau. In dieser Hinsicht kann ich Dir leider keinen Hinweis geben, aber vielleicht weiß Anna, wo genau man da mal schauen kann.

Gruß,

Thomas

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[editiert: 18.03.08, 08:39 von schoolar]
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New PostErstellt: 18.03.08, 09:07  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Tja, das hört sich gut an. Werde mal sehen, was sich da so auftut.
Danke für Eure Tips. Ich werde mich beim nächsten Besuch im Land mal umhören, um evtl. Jobangebote zu prüfen.
Aus der Ferne ist das alles so eine Sache.....Leider werden solche Jobs vor allem in großen Städten angeboten und das wäre nicht mein Ziel (EInziges Angebot bisher war in Jo-burg). Letztendlich möchte ich auch diesen Job nicht ewig ausüben, sondern eher in Richtung Tourismus gehen. Mal sehen, was sich ergibt.

Euch noch einen schönen Tag
Andrea

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Andrea C.
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New PostErstellt: 18.03.08, 10:18  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Kennt einer denn ein paar Jobbörsenadressen, die eingermassen übersichtlich sind?
Manche sind ja soetwas von Chaotisch aufgestellt. Da findet man sich kaum zurecht.

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Franke
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New PostErstellt: 18.03.08, 13:06  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hallo Andrea,

da glaube ich wirst Du schlechte Karten haben. Jobbörsen sind ja schon für Arbeitssuchende in D nicht gerade empfehlenswert und dann noch die Suche im südlichen Teil Afrikas...keine Chance.

Ich habe Eure Beiträge mit viel Interesse gelesen! Anna hat da völlig recht, runterfliegen und erste Kontakte vor Ort herstellen.
Ich gehe mal davon aus das Dich Dein Herz mehr in Richtung Namibia zieht und Du sogar ein paar Leute dort kennst. Aktiviere diese für Dich und lasse Dir von denen helfen...

Ich habe natürlich auch rausgelesen das Ihr schon fleißig daran denkt alles in D aufzulösen und zu verkaufen.
Liebe Andrea, bitte ...bitte mache das nicht.
Ich habe mehr als 4 Jahre in Angola gearbeitet und gelebt, 2 Jahre in Mocambique und bin 2005 wieder nach Angola gegangen und habe alle Einkäufe und Erledigungen ständig in Namibia gemacht und dieses Land dadurch miterleben/leben dürfen. 2007 hatte ich ein Arbeitsangebot in Südafrika angenommen und bin einfach ausgewandert. Koffer gepackt und weg...
Aber...
Ich bin erst einmal ohne meine Familie allein dort hingegangen.
Habe alles vor Ort ausgelotet - verglichen - eingeschätzt... Preise, Lebenshaltungskosten, Miete, Eigentum erwerben, Arbeitsmöglichkeiten, Einwanderungsmöglichkeiten, politische Zukunft des Landes und 1000send Fragen mehr...

Vielleicht wäre meine Entscheidung in Angola oder Namibia eine andere geworden...keine Ahnung...aber ich musste feststellen das mein Afrikatraum nicht mehr aufging.
Auswandern wollen und tatsächlich auswandern sind 2 paar Schuhe.

Was ich damit sagen will...ich habe wieder meine Koffer gepackt und bin zurück nach Hause gemacht, nach Deutschland.
Denn...
Ich hatte zum Glück nicht alle Brücken abgebrochen und hatte hier noch alles...

Ich glaube Anna hat Dir schon ein paar sehr gute Ratschläge gegeben...
Höre drauf...

Ich bin jetzt 52 Jhre alt und habe schon einiges im südlichen Afrika miterlebt! Ich werde im Herzen immer ein Afrikaner sein! Aber auch wenn mein Traum von Afrika sich nicht erfüllt hat, aufgeben werde ich nie...Plan "B" ist schon in Sack und Tüte, meine Rente werde ich bestimmt nicht in Deutschland verprassen...



Danke
Franke





[editiert: 18.03.08, 13:27 von Franke]
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Andrea C.
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New PostErstellt: 18.03.08, 16:24  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Das ist nett, dass Du Dir Sorgen machst. Vielleicht hast Du auch Recht. Problem ist nur, dass wir die Mittel des Hausverkaufs brauchen, um dort was aufbauen zu können und eine Permanent Resident zu bekommen.
Es geht nur entweder -oder. Wenn ich hier alleine bleibe und mein Mann geht vor, reicht mein Einkommen nicht, um die Raten für das Haus hier abzuzahlen, und sein Einkommen wird er dort benötigen. Also irgendwie alles ein Teufelskreis. Das Haus ist nicht, wie damals gewollt, eine Altersvorsorge, sondern wird nun zur Spassbremse. Ach, wenn man doch unabhängiger wäre......
Oder siehst Du andere Möglichkeiten

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schoolar

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New PostErstellt: 18.03.08, 16:53  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hi Andrea,

für mich erschließt sich da gerade was nicht: Einerseits wollt Ihr beide offenbar auch im südlichen Afrika weiterhin einer geregelten Tätigkeit nachgehen und davon Euren Unterhalt bestreiten (wofür Ihr übrigens beide eine Work Permit benötigt!), und andererseits schreibst Du, Ihr würdet Geld aus einem Hausverkauf für die PR benötigen - warum denn das?!? Ich würde an Eurer Stelle auf keinen Fall sofort wieder in Wohneigentum investieren, denn wer weiß denn schon, ob Euch Euer neues zuhause und seine Nachbarschaft nach einem halben oder ganzen Jahr noch zusagt?!

Schaut Euch nach Arbeit um (ob nun im Internet oder während eines Besuchs vor Ort) und mietet Euch erstmal für ein Jahr irgendwo ein. Alles andere könnt Ihr dann ziemlich gelassen angehen und müßt hier - wie Franke schon erwähnt - evtl. nicht alle Brücken zurück in die 'alte Heimat' einreissen. Wenn Ihr Euch dann schließlich 'festgesetzt' und etabliert habt, bleibt für einen Hausverkauf in DE noch immer genügend Zeit...

Beste Grüße,

Thomas

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New PostErstellt: 18.03.08, 18:29  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ja, klingt gut, aber wer bezahlt die Raten ab inzwischen?
So einfach bekommt man ein Haus doch nicht vermietet. Ausserdem gibt es hier ja auch die berühmten Mietnomaden. Um die kann man sich dann auch nicht kümmern.

Aber Alles ist noch offen. Wir wissen ja auch noch nicht ob Südafrika oder Namibia. Wir wissen nur, dass uns die Landschaft in Afrika verzaubert hat und die Menschen ebenfalls.
Da wir aber schwarz sehen für ein Workpermit, da unser Beruf nicht wirklich gefragt ist, bei beiden nicht, müssen wir wohl investieren. Da würden dann aber alle Ersparnisse, Haus etc. einfliessen müssen. Ob das geht, steht auch noch nicht fest. Problem ist, dass mein Mann Selbstständig ist. Rente oder so ist ja auch nicht vorgesehen. Wir überlegen ja schon seeeehr lange. Die verzwickte Lage macht es ja so schwierig. Vielleicht klappt es ja auch nie. Manchmal bezweifel ich das.
Aber vielleicht kommt mal ein Glücksangebot oder die Wahnsinnsidee oder was auch immer und wir schaffen es doch noch.
Ich werde Euch dann berichten.
Liebe Grüße und bis demnächst
Eure Andrea

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New PostErstellt: 20.03.08, 09:50  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ich sehe schon, das macht alle sprachlos da die Situation was komplizierter ist bei uns. Ich glaube, das beste ist, ersteinmal ein paar Jährchen Kontakte im Wunschland zu vertiefen und die Kinder ausbildungsmässig soweit zu unterstützen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Das ist mir sehr wichtig.
Bis dahin ergibt sich vielleicht auch eine gute Chance oder die Bedingungen zum auswandern werden verbessert.
Jetzt warten wir schon so lange, dass 2-3 Jahre länger warten auch nichts mehr ausmacht. Bis dahin trösten uns sicherlich die Reisen ins Wunschland.
Euch a´llen frohe Ostern
Andrea

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schoolar

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New PostErstellt: 20.03.08, 16:07  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Selbständig könnt Ihr Euch bsp. in SA ja auch machen, und die Investitionen dafür kann man von den offiziell aufgerufenen 2,5 Mio. ZAR ganz schön 'drücken', aber schätzungsweise 50 T€uro würde ich in jedem Fall bei einer Immigration auf Business Permit mal einplanen. Sicherlich solltet Ihr für diese Variante aber konkrete Pläne dahingehend haben, wohin es gehen soll und welches Business genau man dort betreiben möchte. Ohne Businessplan u.ä. geht da nichts, aber damit sollte Dein Mann als Selbständiger ja keine allzu großen Probleme haben; zur Not hilft da meist auch der Steuerberater.

Beste Grüße,

Thomas

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New PostErstellt: 21.03.08, 09:40  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hallo Thomas,
was meinst Du man könne die 2,5 Mio Rand "drücken" , die beim Einwandern investiert werden müssen?
Frohe Ostern
Andrea

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schoolar

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New PostErstellt: 21.03.08, 13:13  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hi Andrea,

die aktuellen Immigrationsbestimmungen sagen u.a. aus, daß man 2,5 Mio. Rand einbringen muß, um als Ausländer ein Geschäft in SA eröffnen zu können (s.a. hier unter C). Was früher bereits möglich war (und, wie nachzulesen, nun auch offiziell publiziert wird) ist, diese Investitionssumme herabsetzen zu lassen. Allerdings sollte man sich m.E. wirklich mit erfahrenen Beratern zusammentun, um hier die Möglichkeiten voll auszuschöpfen und vor allem die Chancen auf eine maximale Herabsetzung möglichst hoch zu halten. Letztlich hängt es auch hier wieder vom persönlichen Empfinden des jeweiligen Sachbearbeiters ab, und da kann der erste Eindruck bereits der letzte gewesen sein, wenn man die Vorgaben nicht einhält oder einfach einen schlechten Eindruck hinterläßt.

Solltet Ihr also in einem der aufgeführten Bereiche selbständig tätig werden wollen, so wäre dies u.U. eine überlegenswerte Alternative.

Beste Grüße,

Thomas

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Andrea C.
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New PostErstellt: 21.03.08, 15:47  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Hallo Thomas,
ersteinmal Danke für den Link, dessen Inhalt ich allerdings schon kannte. Allerdings aus anderer Quelle.
Eigentlich ist die ganze Idee des Auswanderns bei uns langsam gewachsen. Unser Freund ist uns vorausgeeilt und sitzt inzwischen wieder in Europa, weil er mit den politischen Veränderungen in Südafrika nicht klar kam. Das schreckt uns bisher nicht ab. Durch einen Besuch bei unserem Freund in Afrika vor ca 12 Jahren haben wir den Afrikavirus bekommen. Mein Mann lebt ihn aus, indem er seinen gesamten Jahresurlaub (und mehr) als Reiseleiter bei einer belgischen Firma (mein Mann ist Belgier) Gruppenreisen führt. Ausserdem arbeitet er auch noch als Reisevermittler für Afrikareisen..
Ohne diese Reisen wären wir wohl schon lange nach Südafrika oder Namibia ausgewandert. Meine Begeisterung für das Land ist ebenfalls groß, allerdings bin ich ein Mensch, der überall Fuß fassen könnte und mir ist vor allem wichtig , dass die Lebensqualität nicht leidet und die Kinder versorgt sind, allerdings haben es mir die Menschen in Afrika angetan, die nicht alleine zurecht kommen.
Mein Ziel in Afrika wäre es, den sozial schwachen zu helfen, durch evtl. kunsthandwerkliche Arbeiten anfertigen zu lassen und diese an Touristen oder ins Ausland zu fairen Preisen zu verkaufen. Davon sollen aber in erster Linie die Hersteller der Waren leben. Dies soll mein Beitrag für das Land und die Leute sein. Ich bin ein Mensch der gerne aus "nichts" etwas herstellt und habe in dieser Hinsicht viele Ideen. Mich haben die aus "Abfall" entstandenen Spielzeuge und Schmuckteile, die es in Durban auf dem Markt gab, begeistert. Wie das ganze ablaufen könnte und ob das möglich wäre, müsste man vor Ort klären und entwickeln.
Mein Mann würde gerne weiterhin (am liebsten auschließlich) in der Touristikbranche arbeiten wollen.
Ein Nebenverdienst wäre zum Beispiel Zimmer zu vermieten und kleine Ausflüge für Reisende anzubieten. So hätte auch ich ein Einkommen. Natürlich macht das jeder 2. Einwanderer und hier habe ich auch schon meine Zweifel, ob man so in Südafrika überleben könnte. In ein Haus oder B&B zu investieren wäre nicht verkehrt, wenn da nicht schon hunderte von Leuten auf diese Idee gekommen wären.
Meinen eigentlichen Beruf übe ich zur Zeit nicht aus und die Nähe zum Menschen ist mir wichtiger als die Arbeit am Computer.
So arbeite ich im Gartencenter und liebe es, zu verkaufen und mein Fachwissen an den Mann/Frau zu bringen, die es wiederum danken, denn gute Verkäufer gibt es noch selten.
Vielleicht hilft mir das später bei meinen Plänen.
Was meinst Du denn zu unseren Plänen? Weit kommt man damit sicherlich nicht in Südafrika oder Namibia?!?
Ich denke es bedarf noch weiterer Pläne und Ideen und vor allem mehr Geld. Deine Meinung ist mir wichtig, da ich denke, das Du eine Menge Erfahrungen hast, was Auswandern und Business betrifft.
Ganz liebe Grüße und bis später!?!
Andrea

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Anna_kl
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New PostErstellt: 22.03.08, 16:18  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

    Zitat: schoolar
    Also ich weiß von meinen Besuchen in Südafrika, daß Landschaftsarchitektur dort sehr gefragt ist. Die Leute wollen halt ihre üppigen Grundstücke nicht einfach nur mit Rasen bepflanzen, sondern richtige kleine 'Lustgärten' darin angelegt haben... Von diesem Gedanken solltest Du also nicht völlig ablassen; mach' Dich doch einfach mal in den einschlägigen Jobbörsen schlau. In dieser Hinsicht kann ich Dir leider keinen Hinweis geben, aber vielleicht weiß Anna, wo genau man da mal schauen kann.

    Gruß,
    Thomas
Leider habe ich mit Gartenarchitektur überhaupt nichts am Hut. Aber demnächst, nach dem Hausbau, werde ich mich wohl damit beschäftigen müssen. Dauert aber noch eine Weile, weil wir erst einen Plot suchen, auf den das Haus dann gebaut werden müßte. In der Umgebung von Windhoek – aber auch sonst im Land – wird einiges an Plots angeboten, allerdings fragt man sich manchmal bei den Preisen, ob man nicht in Namibia, sondern in Monaco lebt. Namibia ist ein sauteures Land, das glaubt man gar nicht. Gut, eine große Farm ist vergleichsweise preiswert zu haben, aber wenn man nur ein kleines Stück Land sucht, kostet jeder Teil fast so viel wie eine ganze Farm. Für einen Hektar ca. 100.000 Euro, das finde ich schon heftig für ein Land in Afrika, in dem die Farmen normalerweise Tausende von Hektar groß sind.

Und gerade deshalb, weil es nämlich in Namibia anscheinend eine Menge Leute gibt, die sich das leisten können, würde ich mal denken, daß Dein Beruf, Andrea, keine so schlechte Wahl fürs Geldverdienen ist. Denn es wird gebaut, gebaut, gebaut. Und selbst ein kleines Grundstück von einem Hektar will gestaltet sein.
    Zitat: Franke
    Auswandern wollen und tatsächlich auswandern sind 2 paar Schuhe.

    Aber auch wenn mein Traum von Afrika sich nicht erfüllt hat, aufgeben werde ich nie...Plan "B" ist schon in Sack und Tüte, meine Rente werde ich bestimmt nicht in Deutschland verprassen...

    Franke
Das ist genau der Punkt. Gut, daß Du das erwähnst, Franke. Du hattest schon Afrikaerfahrung, und trotzdem muß man immer wieder überprüfen, ob Afrika wirklich das richtige für einen ist. Es ist – gerade in Namibia – erstaunlich europäisch und stabil (zur Zeit jedenfalls und sieht auch für die nahe Zukunft so aus), aber man weiß nie, was kommt. Und die Art, hier zu leben, ist einfach eine andere, trotz allem europäischen Einfluß.

Die Deutsch-Namibier, die hier schon seit Generationen leben, verhalten sich völlig anders als wir. Sie sind das gewöhnt, es ist ihre Heimat, aber wir müssen uns erst daran gewöhnen, und manchmal ist das nicht so einfach. Viele kommen mit ganz falschen Vorstellungen aus Europa. (Du jetzt nicht, Franke, aber andere.)
    Zitat: Andrea C.
    Das Haus ist nicht, wie damals gewollt, eine Altersvorsorge, sondern wird nun zur Spassbremse. Ach, wenn man doch unabhängiger wäre......
    Oder siehst Du andere Möglichkeiten
Ich glaube, Eure eigene Situation kennt Ihr am besten. Darüber wissen wir anderen alle zu wenig.

Es wäre z.B. gut, wenn Ihr Kontakt mit Leuten aufnehmen würdet, die selbst auch gerade erst hergekommen sind und eine Gästefarm übernommen haben oder so. Mir fällt da spontan die "Immanuel"-Farm hier in der Nähe von Windhoek ein. Die wurde kürzlich von Deutschen übernommen, die gerade eingewandert sind und vorher wohl auch nicht im Tourismus tätig waren, wenn ich das richtig verstanden habe. Die könntet Ihr zum Beispiel mal fragen. Schaut mal das Verzeichnis der Unterkünfte durch:
http://www.natron.net/
Da findet Ihr sicherlich einige, die Ihr ansprechen und befragen könnt, zu ihren Erfahrungen.
    Zitat: Andrea C.
    allerdings haben es mir die Menschen in Afrika angetan, die nicht alleine zurecht kommen.
Das ist eine sehr europäische Vorstellung. Die Leute hier kommen sehr gut zurecht, die brauchen uns Europäer nicht, um ihnen zu zeigen, wo's langgeht.
    Zitat: Andrea C.
    Mein Ziel in Afrika wäre es, den sozial schwachen zu helfen, durch evtl. kunsthandwerkliche Arbeiten anfertigen zu lassen und diese an Touristen oder ins Ausland zu fairen Preisen zu verkaufen.
Hm, da bist Du nicht die erste, die auf die Idee kommt. Kunsthandwerk gibt es hier an jeder Straßenecke, und die Touristen sind auch schon ziemlich versorgt.
    Zitat: Andrea C.
    Mich haben die aus "Abfall" entstandenen Spielzeuge und Schmuckteile, die es in Durban auf dem Markt gab, begeistert.
Noch mal hm. Die meisten Namibia-Touristen stehen nicht so auf so was, wenn ich das richtig sehe. Außerdem gibt es hier wirklich schon so viel Kunsthandwerk, daß die Touristen gar nicht mehr wissen, was sie kaufen sollen. Da nehmen sie dann lieber eine klassische Giraffe aus Holz. Das ganze Flugzeug ist damit voll, wenn der Flieger nach Deutschland zurückgeht.

Das Problem ist: Du müßtest Dich wirklich mal in dem Land Deiner Wahl umsehen, wie schon an anderer Stelle gesagt. Du stellst Fragen, die Du Dir selbst beantworten könntest, wenn Du mal eine Weile im Land verbringen würdest. Denn es kommt ganz allein auf DEINEN Eindruck an, nicht auf den anderer.

Wenn Ihr genug Geld für eine Permanent Residence einbringen könnt, könnt und dürft Ihr alles machen, aber Ihr müßt erst einmal wissen, was, und auf einen Job als Angestellte könnt Ihr nicht hoffen, Ihr müßt ein eigenes Geschäft aufmachen. Das kann dann schon gut laufen, wenn man Fachkenntnisse hat, und Angestellte hat man schnell, die kosten hier nichts.

Also entscheidet Euch für ein Land, dann kann man weiterdiskutieren, im Moment habe ich das Gefühl, die Diskussion dreht sich im Kreis und bringt nicht viel.

Lieben Gruß
Anna


[editiert: 22.03.08, 16:50 von Anna_kl]
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Immo und Anke
Gast
New PostErstellt: 29.01.17, 14:31  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Ein schönes hallo an alle die das lesen.Wer von euch ist so nett und kann uns weiter helfen.Ich bin Immo und wollte schon vor 8 Jahren mit meiner damaligen Frau nach Namibia auswandern,aber leider hat sie mich mit meinen beiden Söhnen allein gelassen.Ich habe in dieser Zeit meine beiden Jungs allein gros gezogen.Ich habe nun wieder eine sehr liebe Partnerin kennen gelernt und nun möchte wir beide es erneut versuchen nach Namibia auszuwandern.Wie haben uns schon sehr bemüht Kontakte her zu stellen, aber es ist sehr schwer.Unser Wunsch wäre eine kleine Gästehaus in Ländliche Gegend zu betreiben.Unsere Frage ist nun wer könnte uns da weiter helfen da wir uns gern eine neue Zukunft in Namibia aufbauen möchten.

Wir würden uns über jede Nachricht freuen

Mit freundlichen Grus Anke und Immo
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Anna_kl
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New PostErstellt: 29.01.17, 15:06  Betreff: Re: Frage zu Lebenshaltungskosten in Namibia  drucken  weiterempfehlen Antwort mit Zitat  

Mein Rat: lasst es bleiben. Ihr wollt in eine "ländliche Gegend"? Wisst Ihr überhaupt, wie Namibia aussieht, wie die Landschaft hier ist?

In Namibia gibt es so gut wie überhaupt keine Städte, hier gibt es praktisch nur Land. Aber Land heißt hier: Wüste, Busch, Savanne, keine Menschen, Leere. Es gibt keine hübschen kleinen Städtchen wie in Deutschland, wo man ein Gästehaus aufmachen könnte, das dann auch noch laufen würde. Wo es ein kleines Städtchen gibt, das wenigstens halbwegs attraktiv wäre, gibt es schon Dutzende von Gästehäusern, die sich alle um die Touristen schlagen.

Und das sind teilweise Leute, die hier geboren sind und das Land kennen. Ihr kennt das Land nicht, Ihr kennt die Leute nicht, Ihr kennt die afrikanischen Schwierigkeiten nicht, die hier auftauchen können.

Wer so wie Ihr noch nicht einmal weiß, wie es in Namibia aussieht, hat hier keine Chance. Hier sind selbst die wenigen Städte "ländlich", das heißt sehr klein und übersichtlich. Selbst die Hauptstadt Windhoek ist nicht wirklich groß.

Das größte Problem ist aber die Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung. Sprich: Ihr bekommt keine, wenn Ihr weiß seid (wovon ich mal ausgehe). Also ich würde nach einem anderen Land suchen an Eurer Stelle. Namibia ist ein extrem einwanderungsfeindliches Land. Fremde sind hier nicht willkommen, höchstens als Touristen.

Dieses Forum ist übrigens schon lange tot. Hier ist niemand mehr. Wenn Ihr mehr zu Namibia erfahren wollt, kommt hierher:
https://www.auswandererforum.de/forums/16-auswandern-suedliches-afrika


[editiert: 29.01.17, 15:14 von Anna_kl]
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